25. Januar regional: Vogelhochzeit bei den Sorben und ein spezieller Tag in Honduras, Schottland, Ägypten und Russland.

Vogelhochzeit
Foto: pixabay / geralt

Kein gemein­sa­mes Welt­the­ma, aber vie­le regio­na­le Anläs­se für einen beson­de­ren Tag.

Brauchtum: Vogelhochzeit

“Bei der Vogel­hoch­zeit han­delt es sich um einen Jah­res­brauch, der in eini­gen euro­päi­schen Regio­nen bekannt ist, vor allem aber bei den Sor­ben in der Lau­sitz. … Am Vor­abend des 25. Janu­ar stel­len Kin­der einen Tel­ler auf das Fens­ter­brett oder vor die Tür. Am nächs­ten Mor­gen fin­den sich dar­auf dann Süßig­kei­ten in Form von Vögeln oder Nes­tern. .. Im Kin­der­gar­ten oder in der Schu­le fei­ern die Kin­der dann als Vögel ver­klei­det die eigent­li­che Vogel­hoch­zeit mit Gesang, sze­ni­schem Spiel oder Fest­um­zü­gen. .. Einen wesent­li­chen Bestand­teil des Brauch­tums bil­den auch die jähr­lich in den Wochen um die Vogel­hoch­zeit statt­fin­den­den Thea­ter­auf­füh­run­gen.. Wäh­rend sich die Hand­lung des Kin­der­stü­ckes zumeist eng am Inhalt des Brau­ches ori­en­tiert und dem­entspre­chend Vögel die Haupt­ak­teu­re sind, wird das The­ma in der soge­nann­ten Abend­vo­gel­hoch­zeit für die Erwach­se­nen in abs­trak­te­rer, vor­wie­gend lus­ti­ger Wei­se ver­ar­bei­tet. Dabei wird der Ver­an­stal­tungs­rah­men auch genutzt um kri­ti­sche Fra­gen und aktu­el­le Pro­ble­me der Sor­ben anzu­spre­chen.” Wiki­pe­dia

“Der Ursprung und Sinn dieses Brauches

beruht wahr­schein­lich auf mys­ti­schen Vor­stel­lun­gen unse­rer Vor­fah­ren aus heid­ni­scher Zeit. Durch Spei­se­op­fer glaub­te man die Gunst der Natur­göt­ter zu gewin­nen. Außer­dem beob­ach­te­te das Volk, dass vie­le Vögel um die­se Jah­res­zeit schon Eier leg­ten, also muss­te zuvor Hoch­zeit gefei­ert wer­den. .. Am Mor­gen des 25. Janu­ar stel­len die Kin­der in der Lau­sitz Tel­ler auf das Fens­ter oder vor die Tür, damit die Vögel Süßig­kei­ten hin­ein­le­gen.” Quel­le

Die DDR hat 1982 

eine 10-Pfen­ning Mar­ke zu die­sem Tag der Vogel­hoch­zeit her­aus­ge­bracht (die wir jedoch aus urhe­ber­recht­li­chen Grün­den hier nicht zei­gen dür­fen). Aber hier ist sie zu sehen. 

Das Lied: Die Vogelhochzeit

gehört zu den bekann­tes­ten deut­schen Volks­lie­dern. Es han­delt von der Ver­mäh­lung zwei­er Vögel, übli­cher­wei­se einer männ­li­chen Dros­sel mit einer weib­li­chen Amsel. … Der Text der Vogel­hoch­zeit ist bereits im Wien­häu­ser Lie­der­buch über­lie­fert, des­sen Ent­ste­hungs­zeit auf etwa 1470 datiert wird. .. Die heu­te übli­che Melo­die wur­de in der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts in Schle­si­en ..auf­ge­zeich­net.”

1. Stro­phe:
Ein Vogel woll­te Hoch­zeit machen in dem grü­nen Wal­de.
  Refrain: Fidiral­la­la, fidiral­la­la, fidirall­al­a­la­la.
Die Dros­sel war der Bräu­ti­gam, die Amsel war die Brau­te. …
Quel­le

Hier das Lied in vol­ler Län­ge. (Quel­le: https://www.youtube.com/watch?v=j‑oamRhdV‑U)

Hörtipp zur Vogelhochzeit

Die mit einem 🛒 mar­kier­ten links sind sog. Affi­lia­te-links. Wir erhal­ten bei Kauf dar­über eine Pro­vi­si­on, der Preis ändert sich aber nicht.

🛒 Rolfs Vogel­hoch­zeit (Das Ori­gi­nal in der Urfas­sung), Rolf Zuc­k­ow­ski und sei­ne Freun­de. In ver­schie­de­nen audio-For­ma­ten erhältlich. 

In Honduras

ist der 25. Janu­ar der “Tag der Hon­du­ra­ni­schen Frau” anläs­lich der Ein­füh­rung des Frau­en­wahl­rechts in Hon­du­ras 1954. Details zur Situa­ti­on auch der Frau­en in Hon­du­ras hier bei amnes­ty international

In Schottland

gibt es am 25. Janu­ar ein Fest zu Ehren des Dich­ters Robert Burns.  “Burns Sup­pers wer­den zu die­sem Ter­min nicht nur in Schott­land gehal­ten, son­dern über­all dort, wo die sehr erheb­li­che Anzahl von schot­ti­schen Migran­ten und ihren Kin­dern sich in der Welt nie­der­ge­las­sen haben, vor allem in Kana­da, Nord­ir­land, Aus­tra­li­en und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten.” wikip­dia

In Russland

ist der 25. Janu­ar der Stu­den­ten­tag, bzw. Tata­ja­nas-Tag genannt. “Am 25. Janu­ar 1755 (nach dem Gre­go­ria­ni­schem Kalen­der; nach dem Juli­ni­schen wäre es der 12. Janu­ar) hat die Kai­se­rin Eli­sa­we­ta, Toch­ter des Zaren Peter des Gro­ßen, den Erlaß unter­schrie­ben, die ers­te rus­si­sche Uni­ver­si­tät in Mos­kau zu grün­den. Der Grün­dungs­lei­ter Iwan Schu­wa­low woll­te damit sei­ner Mut­ter Tat­ja­na ein Geschenk zu ihrem Namens­tag machen. .. Seit die­ser Zeit sagt man auch, die Hei­li­ge Tat­ja­na sei die Patro­nin aller Stu­den­ten, obwohl sie mit Stu­den­ten ursprüng­lich nichts zu tun hat­te. 2005 wur­de von Wla­di­mir Putin der Erlaß unter­schrie­ben, der die­ses Fest offi­zi­ell fest­ge­legt hat, jetzt steht im Kalen­der “Der Tag der rus­si­schen Stu­den­ten­schaft”. Quel­le

In Ägypten

ist der 25. Janu­ar als regio­na­ler Tag mit zwei The­men belegt: Es ist derJah­res­tag der Revo­lu­ti­on von 2011, wäh­rend des Ara­bi­schen Früh­lings und gedenk damit den Sturz von Muham­mad Hus­ni Muba­rak im Jahr 2011 und den ägyp­ti­schen Opfern des Ara­bi­schen Früh­lings.

Zudem wird in Ägyp­ten am 25. Janu­ar der Tag der Poli­zei gefei­ert, “der erst 2009 von Hus­ni Muba­rak aus­ge­ru­fen wur­de. Ursprüng­lich soll­te mit dem 25. Janu­ar an das Mas­sa­ker in der Poli­zei­sta­ti­on von Ismai­lia im Jah­re 1952 gedacht wer­den. Damals kamen 50 Poli­zis­ten ums Leben. Vie­le wei­te­re wur­den ver­letzt, als die bri­ti­sche Armee die Poli­zei­sta­ti­on angriff, nach­dem die Poli­zis­ten der Auf­for­de­rung zur Abga­be der Waf­fen nicht nach­ka­men. ” Quelle

Buchtipp zum Thema regionale Tage:

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Fes­te der Welt — Welt der Fes­te: Ein inter­kul­tu­rel­les Lese­buch Taschen­buch – 1. Mai 2012.  Das inter­kul­tu­rel­le Lese­buch „Fes­te der Welt – Welt der Fes­te“ stellt mehr als 70 Fes­te vor. Es beschreibt aus­führ­lich wie und war­um die ein­zel­nen Fes­te gefei­ert wer­den – in Deutsch­land und in der gan­zen Welt. ..” 19,80 / gebr. ca. 16,- . 


Regionale Tage wie der der Vogelhochzeit… 

13. Janu­ar: Kein Welt­tag aber regio­nal der St. Knuts-Tag und der Hil­ari-Tag sowie ein wich­ti­ger Tag in Togo, der Mon­go­lei, Indi­en und auf Cabo Verde

2. Janu­ar: Kein Welt­tag aber regio­nal der „Wald­männ­chen­tag“ und in der Schweiz der „Berch­tolds­tag“