8. Oktober 2021 regional: Arbor Day in Namibia / Tag des Baumes in Namibia. Einem Land mit besonderen Wäldern.

Tag des Baumes Namibia
Bild­quel­le: pixabay — baluda

Der Tag des Bau­mes in Nami­bia liegt am zwei­ten Frei­tag im Okto­ber. In 2021 mit dem Slo­gan: “Bäu­me pflan­zen, um den Kli­ma­wan­del abzu­schwä­chen und die Ernäh­rungs­si­cher­heit zu verbessern”.

Tag des Baumes Namibia

“..Das Pflan­zen von Bäu­men in Nami­bia im Okto­ber ist die bes­te Zeit, um Wur­zeln zu schla­gen. Der ers­te Arbor Day Tag des Bau­mes Nami­bia wur­de in Nami­bia 1991 gefei­ert, aber die­ser Tag fand kei­ne gro­ße Beach­tung. Erst in den 2000er Jah­ren stieg die Zahl der gepflanz­ten Bäu­me all­ge­mein an. .. Jedes Jahr wäh­len die Nami­bi­er einen natio­na­len Baum aus, des­sen Setz­lin­ge dann im gesam­ten Staats­ge­biet gepflanzt wer­den. Vie­le Setz­lin­ge wer­den in der Schu­le ver­teilt, um die Kin­der zu ermu­ti­gen, sich an der Wie­der­auf­fors­tung zu betei­li­gen.” Seit 2010 sol­len ca. 450 Hekt­ar Wald neu ange­legt wor­den sein… Quel­le, über­setzt mit www.DeepL.com..

Der Köcher­baum­wald in Nami­bia ..ist ein 1955 zum natio­na­len Denk­mal erklär­tes Gebiet mit etwa 250–300 Köcher­bäu­me (. Bild­quel­le & Lizenz: RaBeNe, CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/, via Wiki­me­dia Commons

“Fas­zi­nie­ren­de Wüs­ten­land­schaf­ten domi­nie­ren das Erschei­nungs­bild Nami­bi­as. Die Kala­ha­ri im Osten und die Namib ent­lang der Küs­te des Atlan­ti­schen Oze­ans im Wes­ten kre­ieren traum­haf­te Natur­im­pres­sio­nen. Ange­sichts der Tro­cken­heit mag man kaum glau­ben, dass sich irgend­wel­che Baum­ar­ten hier hei­misch füh­len könn­ten. Doch ‚die Wüs­te lebt’, auch in Nami­bia. Eine Rei­he von Bäu­men hat sich – den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen zum Trotz – im Land ange­sie­delt. Hier sind mei­ne Big Five auf die Fra­ge „Wel­che Bäu­me gibt es in Nami­bia?“. Mehr dazu & den Big Five hier.

Die Abhol­zung über­all — auch in Nami­bia — geht wei­ter vor­an. 2019 berich­te­te der Deutsch­land­funk: “Im Nor­den Nami­bi­as wer­den die Wäl­der gero­det, eine Kata­stro­phe für das emp­find­li­che Öko­sys­tem und den Regen­kreis­lauf in der tro­cke­nen Regi­on. Hin­ter der ille­ga­len Abhol­zung sol­len chi­ne­si­sche Fir­men ste­cken. … Und mehr noch: der Repor­ter John Grobler ver­mu­tet, das Pro­blem könn­te ein viel grö­ße­res sein. Er sagt, zwi­schen dem Holz wür­den ganz ande­re Din­ge geschmug­gelt, Hör­ner von Nas­hör­nern etwa und Stoß­zäh­ne von Ele­fan­ten. Der Jour­na­list ver­mu­tet sogar ein welt­wei­tes Syn­di­kat aus Schmug­gel und Geld­wä­sche – gespickt noch mit viel mehr kri­mi­nel­ler Ener­gie als man braucht, um ille­gal einen Baum zu fäl­len.” Bericht zum Lesen hier..

Versteinerter Wald

Tag des Baumes Namibia
Bild­quel­le: Wil­ly­man, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wiki­me­dia Commons

Eine welt­wei­te Rari­tät liegt im Nord­wes­ten Nami­bi­as: ” Auf einer Flä­che ..sind 50 bis 60 grö­ße­re fos­si­le Baum­stäm­me ver­streut, die zwi­schen 240 und 300 Mil­lio­nen Jah­re alt sind. Die größ­ten Stäm­me sind etwa 30 m lang und haben bis zu 6 m Umfang. Das längs­te Exem­plar besitzt am obe­ren Ende immer noch einen Durch­mes­ser von fast 1 m, wor­aus geschlos­sen wer­den kann, dass der leben­de Baum noch deut­lich grö­ßer war.

Die Stäm­me sind in unzäh­li­ge klei­ne Stü­cke zer­bro­chen; doch obwohl es sich um jahr­mil­lio­nen­al­tes Gestein han­delt, sind die Jah­res­rin­ge zu erken­nen. Da die Stäm­me kei­ne Res­te von Wur­zeln auf­wei­sen, nimmt die Wis­sen­schaft an, dass es sich um Treib­holz han­delt, das – ver­mut­lich aus Ango­la – durch eine gro­ße Über­flu­tung hier ange­schwemmt wur­de. ” Text­quel­le wiki­pe­dia

Zwei Vor­kom­men ver­stei­ne­ter Wäl­der / Bäu­me gibt es auch in Mit­tel­eu­ro­pa, in Chem­nitz (Deutsch­land) und Laas (Öster­reich).

Vor dem Tag des Baumes Namibia: Eine deutsche Kolonie mit verherenden Taten:

Tag des Baumes Namibia
Here­ro-Frau; Bild­quel­le: pixabay — PeterJupke

“Nach­dem es dem deut­schen Kauf­mann Franz Adolf Edu­ard Lüde­ritz gelun­gen war, durch Ver­trä­ge mit ein­hei­mi­schen Stam­mes­füh­rern wei­te Land­stri­che zu erwer­ben („Lüde­ritz­bucht“), wur­de das Land … 1884 zum „Schutz­ge­biet“ Deutsch-Süd­west­afri­ka und sodann zur deut­schen Kolo­nie erklärt. Die Nach­richt von sagen­haf­ten Dia­man­ten­fun­den lös­te gera­de­zu eine „Gold­grä­ber­stim­mung“ im kai­ser­li­chen Deut­schen Reich aus. In der Lüde­ritz­bucht konn­te man die Klip­pe­kies, wie die Dia­man­ten bezeich­net wur­den, im Sand des Stran­des und im Hin­ter­land in den Dünen der Wüs­te auf­le­sen. … Die sich Ende des 19. Jahr­hun­derts dra­ma­tisch ver­schlech­tern­de wirt­schaft­li­che Situa­ti­on der Here­ro zwang sie zu wei­te­ren Land­ver­käu­fen und schließ­lich zur Lohn­ar­beit bei deut­schen Sied­lern. Anhal­ten­de Kon­flik­te zwi­schen den Sied­lern und der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung konn­ten .. nicht gelöst wer­den. Es kam in der Fol­ge zu einem deut­schen Kolo­ni­al­krieg gegen die Here­ro und Nama, der von 1904 bis 1908 dau­er­te und sich zu einem Ver­nich­tungs­krieg aus­wuchs, der schät­zungs­wei­se 60.000 bis 70.000 Män­ner, Frau­en und Kin­der das Leben kos­te­te.” wiki­pe­dia .

Dieser Völkermord wirkt bis Heute. 

2020 berich­te­te der Deutsch­land­funk: “Völ­ker­mord an den Here­ro: “Repa­ra­tio­nen” oder “Hei­lung der Wun­den”? Nami­bia setzt den Kolo­ni­al-Geno­zid erneut auf die Agen­da. Deutsch­lands Ange­bot, zehn Mil­lio­nen Euro Wie­der­gut­ma­chung zu zah­len, sei inak­zep­ta­bel. Doch in Deutsch­land weiß man angeb­lich nichts von einem sol­chen Ange­bot.” Quel­le Deutschlandfunk

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