9. Januar: Kein Welthema – aber einige Christen feiern das Fest „Schwarzer Nazarener“. Zudem ein besonderer Tag im Südsudan, in Panama und verbotenerweise in Bosnien / Herzegowina.

Schwarzer Nazarener

„Das Fest Schwarzer Nazarener ist ein bedeutendes religiöses Fest in Manila auf den Philippinen mit einer jährlich am 9. Januar stattfindenden großen Prozession.“ 2020 wird es schon zum 414ten mal begangen. Dabei kommt die schwarze Färbung der Statue wahrscheinlich von einem Brand auf dem Schiff  mit welchem die Staue von Mexiko zu den Phillippinen kam.

(Quelle: wikipedia). „Die Menschen versuchen jedes Jahr, Tücher an der Statue zu reiben, im Glauben, dass die Tücher später Heilwirkung haben. «Herr, hilf meiner Frau!» rief ein Teilnehmer, Robert (48), im Gedränge. Das Tuch war für seine Frau, die vor kurzem einen Herzinfarkt hatte. Eine 35-jährige Mutter von drei Kindern hoffte, das Tuch könne ihrem Mann helfen, besser bezahlte Arbeit zu finden.“ süddeutsche.de, 2011

Bei den Feiern im Jahr 2011 kam es zu hunderten Verletzten.

Und der Vatikan meint: „Der Schwarze Nazarener von Manila: Wallfahrt der Superlative“ … Warum diese unglaubliche Verehrung für den Schwarzen Nazarener? „Dazu gibt es viele Theorien. Soziologen würden sagen: Er ist so populär bei uns Filipinos, weil er zum einen ebenfalls eine dunkle Hautfarbe hat….“http://de.radiovaticana.va/..


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Weitere regionale Bedeutung des 9. Januar neben dem Fest Schwarzer Nazarener:

Im Südsudan
dem jüngsten Staat auf der Welt, wird am 9. Januar der „Tag des Friedensabkommens“ gefeiert. Dies war 2011 der Tag an dem das Unabhängigkeitsreferendum begann.

In Panama
wird am 9. Januar der „Tag der Märtyrer“zelebriert. Er erinnert an die Unruhen in 1964, die sich gegen die Existenz der US-verwalteteten Kanalzone richteten.

In Teilen von Bosnien und Herzegowina,
speziell in derStadt Banja Luka ist der 9. Januar der „Tag der Republika Srpska“- doch das ist eigentlich verboten, denn: Es gibt ein Verbot des bosnischen Verfassungsgerichts. Historie dazu: „Die erste Sitzung der Republika Srpska fand am 9. Jänner 1992 im Hotel Holiday Inn in Sarajevo statt. Damals wurde beschlossen, die Republik des Serbischen Volkes von Bosnien-Herzegowina zu gründen. Damit wollte man eine territoriale Abgrenzung einer „Volksgruppe“ erreichen. Der Hintergrund: Während die meisten Bosnier mit muslimischen oder neutralen Namen nicht mehr Teil von Jugoslawien sein wollten und für einen eigenen Staat Bosnien-Herzegowina eintraten, wollten viele Bürger mit orthodoxen Namen entweder den Weiterbestand Jugoslawiens oder aber einen Anschluss an Serbien. Sie hatten Sorge, von einer muslimischen Mehrheit dominiert zu werden.“ Details : https://derstandard.at/2000050430017/Feier-des-Trotzes-in-derRepublika-Srpska

Worldday.de vermeidet religiös motovierte Tage – doch einige wie der „Schwarzer Nazarener“ haben es auch hierher geschaft, z.B.:

6. Januar: Kein Welttag – aber der katholische Afrikatag, die älteste Kollekte der Welt

25. Dezember: Kein Welttag aber Weihnachten und Beginn von „Kwanzaa“

3. Oktober: Kein Welttag aber deutschlandweit der Tag der offenen Moschee / TOM