28. September: Welt-Tollwuttag / World Rabies Day

Engin_Akyurt / Pixabay

Auch in diesem Jahr ruft die gemeinnützige Initiative „Alliance for Rabies Control“ wieder zum Welt-Tollwuttag auf – zum 14ten mal! „Unser Ziel ist es bis 2030 durch Zusammenarbeit mit Regierungen Todesfälle durch Tollwut bei Hunden zu verhindern. Wir arbeiten dafür mit Experten für Veterinärmedizin, öffentliche Gesundheit und Bildung …und anderen Gemeinschaften,

um den politischen Wandel zu erleichtern und Kapazitäten zur Bekämpfung der Tollwut in Gebieten zu schaffen, die von der Krankheit am stärksten betroffen sind“. Quelle, Übersetzung google.

Welt-Tollwuttag

Hier die event-Weltkarte zum Welt-Tollwuttag. Für Deutschland sind 2020 scheinbar keine events geplant. Aber in Wien, an der Veterinär-Universität. Für Europa sind nur 7 events (mit einem in Australien…) von weltweit ca. 160 gelistet.

 In Deutschland unterstützt(e?) „Tierärzte ohne Grenzen“ den internationalen Welt-Tollwuttag. http://www.togev.de/..
allerdings die letzte Veröffentlichung ist von 2012. Ärzte ohne Grenzen sachrieb damals: „Alle 10 Minuten stirbt ein Mensch an Tollwut. Das entspricht rund 55.000 Todesfällen pro Jahr.“

„Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

schätzt, dass jährlich 55.000 Menschen an Tollwut sterben. Eine hohe Dunkelziffer gibt es demnach wahrscheinlich in Asien und Afrika . .. Könnte Tollwut wieder in Deutschland oder Bayern auftreten? Als Hauptrisikofaktor hierfür gilt laut LGL derzeit der Import von „als Haustiere gehaltenen Fleischfressern“. So war es auch bei den beiden letzten Tollwut-Fällen in Bayern: 2010 kam ein tollwütiger Hund aus Bosnien-Herzegowina und 2013 einer aus Marokko.“ Augsburger Allgemeine Zeitung 28.9.2016

Hintergrund zum Welt-Tollwuttag

Füchse sind Hauptüberträger der Tollwut, die für Mensch und Tier tödlich verlaufen kann. Generell kann sich jedes Säugetier infizieren und somit auch Verbreiter sein. 2006 wurde in Nackenheim (Rheinland-Pfalz) zum letzten Mal in Deutschland bei einem Fuchs die Tollwut amtlich festgestellt. Seid dem Jahr 2008 gilt Deutschland offiziell als Tollwut-frei.

Die Fledermaustollwut steht mit der Fuchstollwut epidemiologisch nicht in Verbindung. Sie ist in ganz Europa verbreitet. .. Ohne Behandlung eines Bisses durch eine Tollwut-positive Fledermaus kann die Krankheit nach einer Inkubationszeit von ca. 14 Tagen ausbrechen. Bislang sind in Europa vier menschliche Todesfälle bekannt, die durch Fledermaustollwut hervorgerufen wurden,.. Quelle & mehr

Angesichts vieler Tierarten, die sich mehr und mehr an den Menschen gewöhnen und in seine Nähe kommen, wird auch das Thema Tollwut wieder Bedeutung erlangen. Besonders Waschbären: Die hohe Populationsdichte des Waschbären kann zu einer schnellen Übertragung und Ausbreitung der Tollwut führen. .. Auch der Marderhund gilt als potetieller Übertrager. Quelle. In Deutschland ist das Friedrich-Loeffler-Institut die Forschungsstelle zum Thema. Auch „Tierärzte ohne Grenzen e.V.“ sind zum Thema aktiv, Schwerpunkt Afrika.

Buchtipp zum Welt-Tollwuttag

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Und sonst noch?

Es gibt auch Warnschilder, Schaumkapseln, einen Roman und einigen Unsinn mehr dazu:

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Tiere sind vielfach in Welttagen präsent, z.B.:

12. August: World Elephant Day – Weltelefantentag

8. August : Internationaler Katzentag / Weltkatzentag /