du möchtest wissen, ob sich ein Blick auf den neuen Marvel-Antihelden lohnt? Kraven the Hunter ist eine aufregende Mischung aus Superhelden-Action und düsteren Familienkonflikten. Im Zentrum steht Sergei Kravinoff – ein Mann, dessen Jagdtrieb nicht nur von tierischen Instinkten, sondern auch von seiner belasteten Vergangenheit getrieben wird.
Der Film nimmt dich mit auf eine Reise durch Verrat, moralische Zweifel und knallharte Auseinandersetzungen. Packende Kampfszenen und ein innerlich zerrissener Hauptcharakter sorgen für Spannung, während hochkarätige Schauspieler die vielschichtigen Beziehungen im Kravinoff-Clan lebendig machen. Blutig, emotional und überraschend: Dieser Film stellt das klassische Bild des Superhelden ordentlich auf den Kopf.
Überblick zur Handlung von Kraven the Hunter
Sergei Kravinoff steht im Mittelpunkt der Handlung und wächst in einer zerrütteten Familie unter strenger Führung seines Vaters Nikolai auf. Bereits früh wird deutlich, dass Sergeis Leben von Konflikten und einem tiefen Sinne für Ehre geprägt ist – eine Eigenschaft, die ihn von anderen Figuren abhebt. Nachdem seine Mutter stirbt, führen ihn die Wege seines Vaters in ein kriminelles Umfeld voller Verrat und Gewalt.
Ein einschneidendes Erlebnis während einer Jagd in Ghana ändert alles: Ein Löwenangriff führt dazu, dass Sergei mit übermenschlichen tierischen Fähigkeiten ausgestattet wird. Die mysteriöse Calypso spielt dabei eine entscheidende Rolle, da sie ihm mithilfe eines geheimnisvollen Serums das Überleben ermöglicht. Doch statt innerer Ruhe und Freiheit entdeckt Sergei schon bald, dass er fortan zwischen zwei Welten gefangen ist – der seiner Herkunft und jener, nach der er sich sehnt.
Als Erwachsener versucht Sergei, als Vigilant Gerechtigkeit herzustellen. Die Beziehung zu seinem Halbbruder Dmitri sowie zu Gegnern wie Aleksei Sytsevich (Rhino) bringt ihn immer wieder an den Rand seiner Kräfte. Familiäre Rivalitäten, eigene Zweifel und die ständige Flucht vor der Vergangenheit werden zur täglichen Herausforderung. Zwischen Loyalität und Selbstzweifel kämpft Sergei alias Kraven um seinen Platz in einer Welt, in der Gut und Böse selten klar zu unterscheiden sind.
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Schauspieler, Regie und Drehorte im Überblick

Die Rolle der mysteriösen Calypso interpretiert Ariana DeBose, während Alessandro Nivola als Aleksei Sytsevich (Rhino) einen bemerkenswerten Gegenspieler abliefert. Mit Christopher Abbott in der Rolle des Foreigner finden auch eingefleischte Marvel-Kenner bekannte Figuren wieder. Unter der Regie von J.C. Chandor, der bisher vor allem für anspruchsvolle Dramen bekannt war, bekam das Projekt eine außergewöhnlich düstere Handschrift. Das Drehbuch stammt von Matt Holloway, unterstützt von Art Marcum und den Produzenten Avi Arad, Amy Pascal sowie Matt Tolmach.
Der Film punktet außerdem durch beeindruckende Drehorte. Gedreht wurde unter anderem in London, Glasgow sowie in Island. Die atemberaubenden Landschaften sorgen für eine atmosphärische Kulisse und verleihen den Actionszenen authentische Intensität. Diese Kombination aus starkem Cast, routinierter Regie und aufwendigen Originalschauplätzen macht „Kraven the Hunter“ zu einem besonderen Erlebnis für Genre-Fans.
| Rolle | Schauspieler/in | Besonderheit |
|---|---|---|
| Sergei Kravinoff / Kraven | Aaron Taylor-Johnson | Hauptcharakter, bekommt tierische Kräfte |
| Dmitri / Chamäleon | Fred Hechinger | Kravens Halbbruder, Formwandler-Fähigkeiten |
| Nikolai Kravinoff | Russell Crowe | Vater, skrupelloser Familienpatriarch |
| Calypso | Ariana DeBose | Mysteriöse Heilerin, Anwältin |
| Aleksei Sytsevich / Rhino | Alessandro Nivola | Gegenspieler, durch Experiment zum Rhino verwandelt |
| The Foreigner | Christopher Abbott | Auftragsmörder, Gegner von Kraven |
Die Story von Kraven the Hunter im Detail
Kraven the Hunter beginnt mit der bewegten Kindheit von Sergei Kravinoff, dessen Leben nach dem frühen Tod seiner Mutter durch die harte Hand seines Vaters Nikolai geprägt ist. Dieser zwingt seine Söhne in eine Welt voller Betrug, Gewalt und skrupelloser Machtspiele. Schon als junger Mann wird Sergei während einer Jagdreise Opfer eines Löwenangriffs. Dank des Eingreifens von Calypso – einer geheimnisvollen Frau, die ihm mithilfe eines Serums rettet – entwickelt er plötzlich tierähnliche Kräfte.
In den folgenden Jahren wandelt sich Sergei zum selbsternannten Rächer und sucht in London wie auch anderswo kriminelle Subjekte heim. Die Bindung zu seinem Halbbruder Dmitri bleibt angespannt; dieser wird nach einem Experiment sogar zum Formwandler Chamäleon. Als Dmitri entführt wird, verbündet sich Kraven erneut mit Calypso, um ihn zu retten. Allerdings geraten sie dabei zwischen alle Fronten: Aleksei Sytsevich, der als gewaltiger Rhino auftritt, steht ihnen ebenso entgegen wie der berüchtigte Foreigner.
Im Verlauf verschärfen sich Verrat und Loyalitätskonflikte: Kravens Vater setzt skrupellos alles daran, seine Kontrolle über die Familie zu behalten, was schließlich zur Katastrophe führt. Am Ende zahlt Kraven für seine Prinzipien einen hohen emotionalen Preis, denn sein Bruder übernimmt das kriminelle Erbe ihres Vaters – während Sergei innerlich zerrissen zurückbleibt, gefangen zwischen Vergangenheit und seiner Sehnsucht nach Freiheit.
Dmitris überraschende Entwicklung
Dmitris Entwicklung innerhalb von „Kraven the Hunter“ stellt einen der faszinierendsten Wendepunkte des Films dar. Ursprünglich wirkt Dmitri als verunsicherter, fast schon schüchterner Halbbruder neben dem charismatischen Sergei. Doch im Verlauf der Handlung wird klar, dass unter seiner ruhigen Oberfläche große Ambitionen und ein besonderes Talent schlummern. Nachdem er zum Opfer eines gefährlichen Experiments wird, erhält Dmitri die Fähigkeit, seine Form zu wandeln – eine Gabe, die ihn letztlich vom stillen Beobachter zum Akteur im Familienkonflikt macht.
Diese Transformation bringt weitreichende Folgen mit sich. Dmitri gerät zunehmend in den Einflussbereich seines skrupellosen Vaters, doch statt passiv zu bleiben, nutzt er seine neuen Kräfte, um eigene Ziele zu verfolgen. Das Publikum erlebt, wie aus dem unscheinbaren Bruder mit Formwandler-Fähigkeiten ein ernstzunehmender Gegenspieler wächst.
Besonders überraschend: Während Sergei versucht, seine Familie und sich selbst aus dem Sumpf der Kriminalität zu befreien, übernimmt Dmitri schließlich selbst das Erbe ihres Vaters. In einer bewegenden Szene weist Dmitri seinen Bruder zurück und verurteilt dessen moralische Überheblichkeit. Damit wird deutlich, wie unterschiedlich beide Brüder mit ihrer Vergangenheit umgehen. Diese unerwartete Entwicklung sorgt für emotionale Tiefe und hinterlässt beim Zuschauer einen bleibenden Eindruck davon, wie schwer es ist, alten Mustern wirklich zu entkommen.
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Bewertung und Kritik zu Kraven the Hunter

Ein Pluspunkt sind sicherlich einige Actionsequenzen, die durch ihre brutale Inszenierung im Gedächtnis bleiben. Gleichzeitig leidet das Geschehen aber unter einem zu starken Einsatz von CGI, wodurch vor allem die finale Konfrontation ihrer Wucht beraubt wird. Besonders schade: Die Nebenrollen, darunter Russell Crowe und Ariana DeBose, wirken blass und haben wenig Raum zur Entwicklung.
Fans klassischer Comic-Action könnten dennoch kurzweilig unterhalten werden, denn der visuelle Stil und einzelne Kampfszenen machen Spaß. Insgesamt gelingt es „Kraven the Hunter“ jedoch nicht, sich aus dem Schatten älterer Sony-Marvel-Verfilmungen herauszuarbeiten. Es fehlen echte Überraschungsmomente sowie eine fesselnde Verbindung zu Spider-Man oder dessen Universum, was bei vielen Zuschauern einen faden Nachgeschmack hinterlässt.
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