6. Februar: Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung / International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation

Genitalverstümmelung
A cam­paign against fema­le geni­tal muti­la­ti­on – a road sign near Kap­chor­wa, Ugan­da. Amnon s (Amnon Shavit). [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Der Tag gegen  Geni­tal­ver­stüm­me­lung besteht seit 2004. Er wur­de von Stel­la Oba­san­jo (Ehe­frau des nige­ria­ni­schen Prä­si­den­ten) aus­ge­ru­fen. Slo­gan 2023: ““Part­ner­schaft mit Män­nern und Jun­gen zur Ver­än­de­rung sozia­ler und geschlechts­spe­zi­fi­scher Nor­men zur Been­di­gung der weib­li­chen Genitalverstümmelung”.

Der Slo­gan in eng­lisch: ““Part­ner­ship with Men and Boys to Trans­form Social and Gen­der Norms to End Fema­le Geni­tal Muti­la­ti­on”. Quel­le UNICEF

Die Organisation IAC (“Inter-African Committee …”)

kämpft seit vie­len Jah­ren mit Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen gegen die Weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung (Fema­le Geni­tal Muti­la­ti­on, FGM) bzw.: Weib­li­che Geni­tal­be­schnei­dung (Fema­le Geni­tal Cut­ting, FGC). Ihre aktu­ells­te Mel­dung zum 6. Febru­ar ist aus 2019 und bezieht sich auf den Tag in 2020.

Hier die aktu­el­le­re UNICEF-Sei­te zum Tag in 2023. Dprt wird das dies­jäh­ri­ge Mot­to erläu­tert: “Män­ner und Jun­gen sind heu­te gebil­de­ter und auf­ge­schlos­se­ner für Ver­än­de­run­gen als frü­her, und in eini­gen Län­dern leh­nen sie Geni­tal­ver­stüm­me­lung und häus­li­che Gewalt eher ab als Frau­en und Mäd­chen. Die Zusam­men­ar­beit mit Män­nern und Jun­gen, ohne den Fokus von Frau­en und Mäd­chen abzu­len­ken, stellt sicher, dass Fami­li­en, Gemein­schaf­ten, Insti­tu­tio­nen und poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger Mäd­chen unter­stüt­zen und in sie inves­tie­ren, um die Abschaf­fung der weib­li­chen Geni­tal­ver­stüm­me­lung zu för­dern.” Quel­le UNICEF maschi­nell übersetzt

Twit­ter: Unter dem hash­tag #endFGM lie­fert twit­ter die news zur Kam­pa­gne: #endFGM-Tweets. Auch ande­re hash­tags sind zum The­ma in Gebrauch: #ope­n­y­oureyes, #eye­son­fgm, #endfgm, #hope, #ter­re­des­femmes und #woman­rights. Quel­le

Sitiation der genitalverstümmelung in Afrika: 

(Prä­va­lenz = Ver­brei­tung, Häufigkeit)

Genitalverstümmelung
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f2/FGM_prevalence_UNICEF_2015_de.svg . Die für die­se Gra­fik not­wen­di­ge GNU-Lizenz für die­se Gra­fik steht bei uns hier.

“Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

sind welt­weit ca. 140 Mil­lio­nen Mäd­chen und Frau­en von FGM (Fema­le Geni­tal Muti­la­ti­on) betrof­fen. Weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung ver­letzt sowohl zivi­le und poli­ti­sche, wie auch sozia­le und kul­tu­rel­le Men­schen­rech­te von Frau­en wie das Recht auf phy­si­sche Unver­sehrt­heit, das Recht auf Leben und repro­duk­ti­ve Gesund­heit, aber auch das Recht auf Bil­dung und Selbst­be­stim­mung der Frau­en.” amnes­ty international

Einigen Berichte über Genitalverstümmelung in Europa: 

“Die Frau­en­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Terre des Femmes schätz­te 2005, dass in Deutsch­land min­des­tens 18.000 Frau­en bereits betrof­fen und wei­te­re 5000 bis 6000 Mäd­chen gefähr­det sind.Für die Schweiz schätzt UNICEF die Zahl beschnit­te­ner oder von Beschnei­dung bedroh­ter Mäd­chen und Frau­en auf etwa 6.700. ” wiki­pe­dia .
“Tau­sen­de Frau­en in Öster­reich sind Opfer von Geni­tal­ver­stüm­me­lung. Auf­klä­rung ist die sichers­te Metho­de, die Pra­xis ein­zu­däm­men.” DER STANDARD, März 2018 .
In Euro­pa gibt es das Netz­werk: End FGM, (Sitz in Brüs­sel) die behaup­ten: “300.000 girls & woman are sub­jec­ted to fema­le geni­tal muti­la­ti­on world­wi­de each year. That’s 8000 girls per day. ..” Quel­le

In Deutsch­land

ist der FOR­WARD-Ger­ma­ny e.V. (Sitz jetzt in Frank­furt a.M.) Koope­ra­ti­ons­part­ner die­ser Aktio­nen. Er ist eine aner­kann­te Migran­tin­nen­or­ga­ni­sa­ti­on. Des­sen Auf­ruf und mehr Infos zur Ent­wick­lung des The­mas in Deutsch­land und zum Akti­ons­tag 6.2. in deutsch dazu hier. 

Auch Akti­on Deutsch­land Hilft e.V. (© Das Bünd­nis der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen) hat eine eige­ne Info­sei­te zum Tag gegen die Geniti­al­ver­stüm­me­lung ver­öf­fent­licht. Aller­dings zum Stand 2021 und ohne Hin­wei­se auf wei­te­re Aktio­nen. Eben­so bei der EU, Info­sei­te hier: https://www.coe.int/en/web/…

Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes

schätz­te 2005, dass in Deutsch­land min­des­tens 18.000 Frau­en bereits betrof­fen und wei­te­re 5.000 bis 6.000 Mäd­chen gefähr­det sind. Für die Schweiz schätzt UNICEF die Zahl beschnit­te­ner oder von Beschnei­dung bedroh­ter Mäd­chen und Frau­en auf etwa 6.700. Mehr Details zu die­sem The­ma in deutsch lie­fert wiki­pe­dia hier. Bei you­tube pflegt die Akti­on einen eige­nen Video-Kanal: Kanal von 0049forward

Terre des femmes hat 2017 mit spe­zi­el­len Gra­fi­ken einen Kam­pa­gne gestar­tet, die mit eini­gen Prei­sen aus­ge­zeich­net wur­de : Cam­paign: Open your eyes. Es gibt dazu bild­star­ke Pos­ter (die wir jedoch aus urhe­br­recht­li­chen Grümnden hier nicht zei­gen kön­nen). Details der Kam­pa­gen, die damals zum Tag der geni­talen Selbst­be­stim­mung am 7. Mai gestar­tet wur­de, hier.

3 Buchtipps zum Tag gegen Genitalverstümmelung

Die mit einem 🛒 mar­kier­ten links sind sog. Affi­lia­te-links. Wir erhal­ten bei Kauf dar­über eine Pro­vi­si­on, der Preis ändert sich aber nicht.

Genitalverstümmelung
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Das wóhl berühm­tes­te Buch zum The­ma, des­sen Autorin Waris Dirie seit 1994 UN-Son­der­bot­schaf­te­rin gegen Geni­tal­ver­stüm­me­lung ist. Wüs­ten­blu­me Mit 14 Jah­ren floh Waris Dirie, 1965 gebo­ren, aus ihrem Hei­mat­land, da sie zwangs­ver­hei­ra­tet wer­den soll­te. Die jun­ge Soma­lie­rin konn­te sich in Lon­don zunächst mit Gele­gen­heits­jobs über Was­ser hal­ten, doch schon bald wur­de sie als Model ent­deckt. In ihrer Bio­gra­phie “Wüs­ten­blu­me” erzählt — eine bru­ta­le Pra­xis, die auch ihr wider­fah­ren ist. .. Sie lebt heu­te mit ihrem Sohn Leon in Wien.

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Safa: Die Ret­tung der klei­nen Wüs­ten­blu­me . Die klei­ne Safa Idriss Nou­ra aus Soma­lia spielt in der Ver­fil­mung des Welt­best­sel­lers “Wüs­ten­blu­me” die drei­jäh­ri­ge Waris Dirie. Als Waris das Mäd­chen zum ers­ten Mal erblickt, fühlt sie sich schmerz­lich an ihre eige­ne Kind­heit erin­nert. Die dra­ma­ti­sche Sze­ne, in der das Mäd­chen gewalt­sam beschnit­ten wird, bringt die Men­schen in den Kinos zum Weinen.

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Die weib­li­che Beschnei­dung in der afri­ka­ni­schen Gesell­schaft In die­ser Arbeit sol­len die kul­tu­rel­len Hin­ter­grün­de der Frau­en­be­schnei­dung näher beleuch­tet wer­den. Vor allem die Fol­gen der Frau­en­be­schnei­dung für das Leben einer betrof­fe­nen Frau ste­hen im Fokus der Semi­nar­ar­beit. 14,99 Euro. 

Welttage zu Themen Geschlecht und Sexualität u.a.:

26. Okto­ber: Noch kein Welt­tag aber in vie­len Län­dern der Inter­sex Awa­re­ness Day / Inter­sex­day / Inter­sex Day

11. Okto­ber: Coming Out Day (COD) / Coming-Out-Tag

4. Sep­tem­ber: World Sexu­al Health Day / Welt­tag der sexu­el­len Gesund­heit & eini­ge zwei­fel­haf­te Meldungen