4. Januar: Welt-Braille-Tag / Welttag der Brailleschrift / World Braille Day

Hans / Pixabay

Der Welt-Braille-Tag wird seit 2001 jähr­lich am Geburts­tag Lou­is Brailles (1809–52) gefei­ert. Die Braille-Schrift ist heu­te noch bei Blin­den in Gebrauch. Sie umfasst sechs Punk­te, drei in der Höhe und zwei in der Brei­te. Bei sechs Punk­ten erge­ben sich inklu­si­ve des Leer­zei­chens 64 Kombinationen.

Zen­tra­le Sei­te World Braille Day: »http://www.worldblindunion.org/English/news/P..

Welt-Braille-Tag
Quel­le: http://www.braille.ch/dbs-alph.htm

Da aber für Bild­schirm­ar­beit mehr Zei­chen benö­tigt wer­den, wird häu­fig zusätz­lich eine vier­te Zei­le hin­zu­ge­fügt, so dass für das Com­pu­ter-Braille ins­ge­samt acht Punk­te zur Ver­fü­gung ste­hen. Auf die­se Wei­se erge­ben sich 256 Kom­bi­na­tio­nen. Braille ent­warf die Schrift im Alter von 15 Jah­ren als Schü­ler an der Insti­tu­ti­on Roya­le des Jeu­nes Aveugles.

Hier ein umfassender (und sehenswerter)  Video zur Braille-Schrift, ca. 7 Minuten lang:

PS: VIDEO mit Daten­schutz: Erst mit Start des Vide­os wird eine Ver­bin­dung zu you­tube erstellt!

Mit Hil­fe von spe­zi­el­ler Soft- und Hard­ware kön­nen Text und Infor­ma­tio­nen in der Blin­den­schrift “Braille” und per Sprach­mo­dus aus­ge­ge­ben wer­den. Auf euro­päi­scher Ebe­ne aller­dings steht der Fort­schritt in Deutsch­land noch weit hin­ter Spa­ni­en und Groß­bri­tan­ni­en. Dort exis­tie­ren stär­ke­re Ver­bän­de und anders gere­gel­te Urhe­ber­rechts­be­stim­mun­gen. (»Quel­le)

Auch PDF-Doku­men­te könn­ne ertast­bar wer­den. »http://www.bbsb.org/presse/.. |»http://www.blindenschrift.net/

Welt-Braille-Tag
By http://www.flickr.com/photos/fotoblasete/ username:antonioxalonso [CC BY 2.0], via Wiki­me­dia Commons

Punkt­schrift ermög­licht Blin­den die Arbeit am Com­pu­ter. Und so sieht´s aus: http://www.deutschlandradiokultur.de/we..


Tipps zum Welt-Braille-Tag

 Das Buch der Blin­den­schrift: Schrif­ten. Pra­xis. Wör­ter­buch mit gepräg­tem Braille-Alpha­bet — jedoch nur das Alpha­bet ist geprägt… .

Zum eige­nen Ertas­ten viel­leicht bes­ser geeig­net:  Das schwar­ze Buch der Far­ben : .. ein außer­ge­wöhn­li­ches, ein beson­de­res Bil­der­buch. Die Far­ben wer­den auf der lin­ken Sei­te mit einem Satz beschrie­ben: wie sie rie­chen, wie sie schme­cken, wie sie sich anfüh­len, z. B. Gelb ist so weich wie der Flaum von Küken. Der beschrei­ben­de Satz wird in Braille-Schrift wie­der­holt. Auf der rech­ten Sei­te sind die beschrie­be­nen Din­ge reli­ef­ar­tig abge­druckt und damit mit den Fin­ger­spit­zen erfühl­bar. Ein Buch, das alle Sin­ne sen­si­bi­li­siert und Kin­der (und auch Erwach­se­ne) erah­nen lässt, was es heißt, blind zu sein. 19,95 / 15,20, 24 Sei­ten, aus 2008.

Und die His­to­rie: Lou­is Braille: Ein blin­der Jun­ge erfin­det die Blin­den­schrift  14,- / 10,- , 110 Sei­ten aus 2012.


Viele Tage, ja sogar eine Woche, widmen sich in Deutschland dem Thema sehen:

11. Okto­ber: World Sight Day – Welt­tag des Sehens

8. Okto­ber:  Start der bun­des­wei­ten Woche des Sehens

6. Juni: bun­des­wei­ter Sehbehindertentag

Und in den USA gibt es den

15. Okto­ber: Tag des wei­ßen Stockes