3. März: World Wildlife Day / Weltwildnistag / Welttag Artenschutz / Tag des Artenschutzes / Artenschutztag / Weltnaturschutztag

Artenschutztag
pixabay — Caniceus

Das Mot­to des Arten­schutz­tag oder auch Welt­wild­nis­tag 2022 ist: “Wie­der­her­stel­lung von Schlüs­sel­ar­ten für die Restau­rie­rung von Öko­sys­te­men” (Reco­vering key spe­ci­es for eco­sys­tem restoration). 

Der Tag wur­de 2013 von der UN zum Tag des Über­ein­kom­mens über den inter­na­tio­na­len Han­del mit gefähr­de­ten Arten frei­le­ben­der Tie­re und Pflan­zen (CITES) erklärt. 

Wieso Artenschutz?

Nach Anga­ben der Roten Lis­te der bedroh­ten Tier- und Pflan­zen­ar­ten der Inter­na­tio­na­len Uni­on für Natur­schutz (IUCN) sind mehr als 8.400 wild­le­ben­de Tier- und Pflan­zen­ar­ten vom Aus­ster­ben bedroht, wäh­rend fast 30.000 wei­te­re als gefähr­det oder anfäl­lig gel­ten. Auf der Grund­la­ge die­ser Schät­zun­gen geht man davon aus, dass über eine Mil­li­on Arten vom Aus­ster­ben bedroht sind. Der fort­ge­setz­te Ver­lust von Arten, Lebens­räu­men und Öko­sys­te­men bedroht auch das gesam­te Leben auf der Erde, ein­schließ­lich uns. … Im Jahr 2022 wird der Welt­na­tur­schutz­tag daher die Debat­te auf die drin­gen­de Not­wen­dig­keit len­ken, das Schick­sal der am stärks­ten bedroh­ten Arten zu ändern, die Wie­der­her­stel­lung ihrer Lebens­räu­me und Öko­sys­te­me zu unter­stüt­zen und ihre nach­hal­ti­ge Nut­zung durch die Mensch­heit zu för­dern.” Quel­le, maschi­nell übersetzt. 

Der Artenschutztag

“225 Säu­ge­tier-Arten hal­ten die For­scher dabei für akut vom Aus­ster­ben bedroht (Cri­ti­cal­ly End­an­ge­red), so bei­spiels­wei­se den Feld­hams­ter, von dem behaup­tet wird, dass der Bestand pro Jahr um 50 Pro­zent zurück­geht, was zu einem Aus­ster­ben bis 2050 füh­ren wird, wenn sich nichts ändert.” (wiki­pe­dia). Cri­ce­tus cri­ce­tus — Feld­hams­ter — 1120 Wien. Foto von SgH Vien­na, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wiki­me­dia Commons

wur­de (nach  deut­scher Les­art) 1973 im Rah­men des Washing­to­ner Arten­schutz­übereinkommens CITES ein­ge­führt. Das Abkom­men – eines der bedeu­tends­ten inter­nationalen Naturschutz­abkommen – soll den durch Han­dels inter­es­sen bedroh­ten Bestand wild­le­ben­der Tie­re und Pflan­zen schüt­zen und benann­te den Arten­schutz­tag. Es wur­de 1973 in Washing­ton aus­ge­han­delt und trat 1975 in Kraft.  Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land trat dem Abkom­men 1976 bei. Ori­gi­nal­tex­te des Abkom­mens in eng­lisch hie­re: »http://www.cites.org/eng/disc/text.php

World Wildlife Day 2022 Events: Deutschland glänzt

Artenschutztag
Foto: pixabay — Pexels

bis­her durch Abwe­sen­heit: Bei den bis­her (26.2.) viel­fach gelis­te­ten events (hier die Sei­te damit) ist Deutsch­land nicht dabei.

Aber: Allein in Deutsch­land gel­ten rund 7.000 ver­schie­de­ne Tie­re, Pflan­zen und Mikro­or­ga­nis­men als gefähr­det, z.B. im Saar­land: Euro­päi­scher Nerz auf der Roten Lis­te . Einen Ein­stieg bie­tet das WWF-LEXIKON BEDROHTERTIER- UND PFLANZENARTEN zum nach­schla­gen: http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/

Gefährdungssituationen in Europa

“Der Anteil der jeweils in einem Staat hei­mi­schen Pflan­zen, die in einer Gefähr­dungs­ka­te­go­rie gelis­tet wer­den oder bereits als aus­ge­stor­ben gel­ten, reicht von 3 % in Alba­ni­en und Grie­chen­land bis zu 77 % in der Slo­wa­kei. … Mit über 30 % gefähr­de­ten oder aus­ge­stor­be­nen Farn- und Blü­ten­pflan­zen bil­den die Schweiz, Öster­reich, Luxem­burg, Tsche­chi­en, Finn­land und die Slo­wa­kei die Län­der mit den höchs­ten Antei­len in Euro­pa.” wiki­pe­dia

Die Öko-Landwirte haben sich zum Artenschutztag geäußert

“Arten­viel­falt ist das Immun­sys­tem unse­res Pla­ne­ten. Viel­falt macht Anbau­sys­te­me wider­stands­fä­hi­ger und ertrag­rei­cher. Öko­land­bau tut der Arten­viel­falt gut.* Bio-Unter­neh­men tun mehr für Bie­nen, Braun­kehl­chen und Feld­ha­se. Statt Gly­pho­sat oder Neo­ni­co­ti­no­ide ein­zu­set­zen, ent­ste­hen auf gesun­den Öko-Äckern Rück­zugs­ge­bie­te für Wild­tie­re. Eige­ne Bio-Initia­ti­ven zum Arten­schutz bele­ben die Bio­di­ver­si­tät. Es sind vor allem Bio-Höfe, die alte Kul­tur­sor­ten und Nutz­tier­ras­sen erhal­ten.” Quel­le

Und der Verband der Forstbetrieb meint

“Arten­schutz darf aber nicht als blo­ßes Spen­den­ve­hi­kel oder hoh­le Flos­kel ver­kom­men. Die­se Mam­mut­auf­ga­be ist über einen “Ablass­han­del” nicht zu bewäl­ti­gen, son­dern liegt in der Ver­ant­wor­tung jedes Ein­zel­nen.”  Quel­le . Aus­führ­li­che­re Fach­tex­te an vie­len Stel­le. Z.B.: “Alt- und Tot­holz: ein Zei­chen moder­ner, nach­hal­ti­ger Wald­wirt­schaft” »http://www.waldwissen.net/ ..oder auf der wiki­pe­dia-Sei­te zum Arten­schutz: http://de.wikipedia.org/..

Aktu­el­le twit­ter-Mel­dun­gen zum Arten­schutz­tag: #arten­schutz-Tweets

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Die Roten Lis­ten sind ins­ge­samt ein sehr auf­wen­di­ges For­schungs­ge­biet; es gibt z.B. län­der­spe­zi­fi­sche Lis­ten die aus­sa­gen wie­vie­le Pro­zent der bei uns hei­mi­schen Tie­re und Pflan­zen bedroht oder bereits aus­ge­stro­ben sind. Für Deutsch­land wer­den 28% ange­ge­ben (was irgend­wie erschre­ckend viel ist). Die Unter­schie­de in den Län­dern sind dabei sehr gross, es “reicht von 3 % in Alba­ni­en und Grie­chen­land bis zu 77 % in der Slo­wa­kei”.  wiki­pe­dia Sei­te Rote Listen

Ein Arti­kel zu den Roten Lis­ten lie­fert u.a. der SPIEGEL hier: Immer­grü­ne Gewäch­se auf der Roten Liste . 

Schutz der Natur ist ein beliebtes Thema von Welttagen:

14. März: Inter­na­tio­nal Day of Action for Rivers and against Dams – Weltstaudammtag

20. Mai: Ganz neu, der UN‑Welt­bie­nen­tag / #World­Bee­Day

20. August: World Mos­qui­to Day – Weltmoskitotag