3. März: World Wildlife Day / Weltwildnistag / Welttag Artenschutz / Artenschutztag

Artenschutztag
pixabay – Caniceus

Der Tag wurde 2013 von der UN zum Tag des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) erklärt. Das Motto des Artenschutztag oder auch Weltwildnistag 2023 ist: Partnerschaften für die Erhaltung der Wildtiere (‘Partnerships for Wildllife Conservation’)

Wieso Artenschutz?

Nach Angaben der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) sind mehr als 8.400 wildlebende Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, während fast 30.000 weitere als gefährdet oder anfällig gelten. Auf der Grundlage dieser Schätzungen geht man davon aus, dass über eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Der fortgesetzte Verlust von Arten, Lebensräumen und Ökosystemen bedroht auch das gesamte Leben auf der Erde, einschließlich uns. … Im Jahr 2022 wird der Weltnaturschutztag daher die Debatte auf die dringende Notwendigkeit lenken, das Schicksal der am stärksten bedrohten Arten zu ändern, die Wiederherstellung ihrer Lebensräume und Ökosysteme zu unterstützen und ihre nachhaltige Nutzung durch die Menschheit zu fördern.” Quelle, maschinell übersetzt.

Der Artenschutztag

“225 Säugetier-Arten halten die Forscher dabei für akut vom Aussterben bedroht (Critically Endangered), so beispielsweise den Feldhamster, von dem behauptet wird, dass der Bestand pro Jahr um 50 Prozent zurückgeht, was zu einem Aussterben bis 2050 führen wird, wenn sich nichts ändert.” (wikipedia). Cricetus cricetus – Feldhamster – 1120 Wien. Foto von SgH Vienna, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

wurde (nach  deutscher Lesart) 1973 im Rahmen des Washingtoner Arten­schutz­übereinkommens CITES eingeführt. Das Abkommen – eines der bedeutendsten inter­nationalen Naturschutz­abkommen – soll den durch Handels interessen bedrohten Bestand wildlebender Tiere und Pflanzen schützen und benannte den Artenschutztag. Es wurde 1973 in Washington ausgehandelt und trat 1975 in Kraft.  Die Bundesrepublik Deutschland trat dem Abkommen 1976 bei. Originaltexte des Abkommens in englisch hiere: >>http://www.cites.org/eng/disc/text.php

Siehe auch  7. Oktober: Welttag für menschenwürdige Arbeit / World Day for Decent Work / #WDDW

World Wildlife Day 2022 Events: Deutschland glänzt

Artenschutztag
Foto: pixabay – Pexels

bisher durch Abwesenheit: Bei den bisher (26.2.) vielfach gelisteten events (hier die Seite damit) ist Deutschland nicht dabei.

Aber: Allein in Deutschland gelten rund 7.000 verschiedene Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen als gefährdet, z.B. im Saarland: Europäischer Nerz auf der Roten Liste . Einen Einstieg bietet das WWF-LEXIKON BEDROHTERTIER- UND PFLANZENARTEN zum nachschlagen: http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/

Gefährdungssituationen in Europa

“Der Anteil der jeweils in einem Staat heimischen Pflanzen, die in einer Gefährdungskategorie gelistet werden oder bereits als ausgestorben gelten, reicht von 3 % in Albanien und Griechenland bis zu 77 % in der Slowakei. … Mit über 30 % gefährdeten oder ausgestorbenen Farn- und Blütenpflanzen bilden die Schweiz, Österreich, Luxemburg, Tschechien, Finnland und die Slowakei die Länder mit den höchsten Anteilen in Europa.” wikipedia

Die Öko-Landwirte haben sich zum Artenschutztag geäußert

“Artenvielfalt ist das Immunsystem unseres Planeten. Vielfalt macht Anbausysteme widerstandsfähiger und ertragreicher. Ökolandbau tut der Artenvielfalt gut.* Bio-Unternehmen tun mehr für Bienen, Braunkehlchen und Feldhase. Statt Glyphosat oder Neonicotinoide einzusetzen, entstehen auf gesunden Öko-Äckern Rückzugsgebiete für Wildtiere. Eigene Bio-Initiativen zum Artenschutz beleben die Biodiversität. Es sind vor allem Bio-Höfe, die alte Kultursorten und Nutztierrassen erhalten.” Quelle

Und der Verband der Forstbetrieb meint

“Artenschutz darf aber nicht als bloßes Spendenvehikel oder hohle Floskel verkommen. Diese Mammutaufgabe ist über einen “Ablasshandel” nicht zu bewältigen, sondern liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen.”  Quelle . Ausführlichere Fachtexte an vielen Stelle. Z.B.: “Alt- und Totholz: ein Zeichen moderner, nachhaltiger Waldwirtschaft” >>http://www.waldwissen.net/ ..oder auf der wikipedia-Seite zum Artenschutz: http://de.wikipedia.org/..

Aktuelle twitter-Meldungen zum Artenschutztag: #artenschutz-Tweets

Buchtipps Artenschutz

in Afrika, durch Baumpflege und Habitatmanagement

Siehe auch  15. Februar: Internationaler Kinderkrebstag / International Childhood Cancer Day
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Die Roten Listen stellen die bedrohten Arten vor

Artenschutztag
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* Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands 1: Wirbeltiere (40,- / gebr. 36,-)
* Bd 2: Meeresorganismen 🛒 (40,- / gebr. 12,-)
* Band 3: Wirbellose Tiere 🛒(50,-)
* Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands – Band 6: Pilze (Teil 2) – Flechten und Myxomyzeten 🛒 (aktuell nicht erhältlich)

Die Roten Listen sind insgesamt ein sehr aufwendiges Forschungsgebiet; es gibt z.B. länderspezifische Listen die aussagen wieviele Prozent der bei uns heimischen Tiere und Pflanzen bedroht oder bereits ausgestroben sind. Für Deutschland werden 28% angegeben (was irgendwie erschreckend viel ist). Die Unterschiede in den Ländern sind dabei sehr gross, es “reicht von 3 % in Albanien und Griechenland bis zu 77 % in der Slowakei”.  wikipedia Seite Rote Listen

Ein Artikel zu den Roten Listen liefert u.a. der SPIEGEL hier: Immergrüne Gewächse auf der Roten Liste .

Schutz der Natur als Welttage:

4. September regional: Einer der beiden US-amerikanischen National Wildlife Day / NWD

14. März: International Day of Action for Rivers and against Dams – Weltstaudammtag

20. Mai: Ganz neu, der UN-Weltbienentag / #WorldBeeDay

20. August: World Mosquito Day – Weltmoskitotag

Die letzte Hinrichtung in einer Gaskammer der USA am 3. März

3.3. 1999: Der Deutsche Walter LaGrand wird wegen Raubmordes in Arizona in der Gaskammer hingerichtet. Es handelt sich um die bislang letzte Hinrichtung in den USA durch diese Methode.

Die wahrscheinlich letzte Hinrichtung in Deutschland fand am 26. Juni 1981 in der DDR in der Hinrichtungsstätte im Gefängnis an der Alfred-Kästner-Straße in Leipzig statt: Der 39-jährige Stasi-Hauptmann Werner Teske, dem vorgeworfen wurde, sich mit Akten in den Westen absetzen zu wollen…, wurde durch den „unerwarteten Nahschuss“ hingerichtet. Hierbei verkündete der Staatsanwalt dem völlig Ahnungslosen die beiden Sätze „Das Gnadengesuch ist abgelehnt. Ihre Hinrichtung steht unmittelbar bevor.“ Daraufhin trat der letzte deutsche Henker, Hermann Lorenz, unbemerkt von hinten heran und schoss Teske ohne weitere Umschweife mit einer Armeepistole in den Hinterkopf. Lorenz hat auf diese Weise etwa zwanzig Hinrichtungen vollstreckt und wurde später zum Major befördert.” (wikipedia)

Hier ein Buch zu dem Fall: 256 Seiten für 22 EUR: https://amzn.to/3ICMKfU 🛒 . Im aktuellen Kinofilm “Nahschuss” (2021), mit Lars Eidinger in der Hauptrolle wird dieser Fall zum Kinofilm.
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