25. Dezember: Christen feiern Weihnachten. Doch das Datum bleibt ungeklärt. Dazu regionale Feste in Pakistan, Angola und Mozambik.

Weihnachten
Foro: pixabay — geralt

Als christ­li­cher Fei­er­tag heißt der 25. Dezem­ber inter­na­tio­nal “Weih­nach­ten”, üblich ist auch “Christ­tag” oder “Hoch­fest der Geburt des Herrn”. Es ist meist ein gesetz­li­cher Fei­er­tag. . Aber: ” Eben­so unsi­cher wie sein genau­er his­to­ri­scher Anfang bleibt auch die Begrün­dung der Wahl des 25. Dezem­bers als Datum für das Fest.” 

Die Frage des Datums 

ist eine über Jahr­hun­der­te in kirch­li­chen / theo­lo­gi­schen Krei­sen dis­ku­tier­te Fra­ge, so z.B.: “Als kirch­li­cher Fei­er­tag ist der 25. Dezem­ber seit 336 in Rom belegt. Wie es zu die­sem Datum kam, ist unge­klärt. Dis­ku­tiert wird eine Beein­flus­sung durch den römi­schen Son­nen­kult: Kai­ser Aure­li­an hat­te den 25. Dezem­ber 274 als reichs­wei­ten Fest­tag für Sol Invic­tus fest­ge­legt; .. Da das Geburts­tags­fest des Sol Invic­tus .. all­ge­mein bes­tens bekannt war, kann ange­nom­men wer­den, dass die Über­ein­stim­mung des Datums von christ­li­cher Sei­te gewollt war. Ein unbe­kann­ter christ­li­cher Autor aus dem 12. Jahr­hun­dert schrieb dazu aus­drück­lich: „Die Hei­den pfle­gen näm­lich am 25. Dezem­ber das Fest des Geburts­ta­ges der Son­ne zu fei­ern und zu ihren Ehren Lich­ter zu ent­zün­den. Zu die­sen Riten luden sie oft auch Chris­ten ein. Da nun die Leh­rer der Kir­che sahen, dass sich vie­le Chris­ten zur Teil­nah­me an die­sen Fes­ten ver­lei­ten lie­ßen, beschlos­sen sie, fort­an am sel­ben Tag das Fest der wah­ren Geburt zu bege­hen.“ Quel­le: wiki­pe­dia

“Stiller Tag

Die Fei­er­tags­ge­set­ze der Län­der erklä­ren den 1. Weih­nachts­tag zu einem stil­len Tag, an dem beson­de­re Beschrän­kun­gen gel­ten. Die Beschrän­kun­gen kön­nen in den ein­zel­nen Län­dern unter­schied­lich fest­ge­legt sein. So sind am 1. Weih­nachts­tag in Hes­sen ganz­tä­gig alle öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen ver­bo­ten, »wenn sie nicht der Wür­di­gung der Fei­er­ta­ge, … die­nen«. (Hes­si­sches Fei­er­tags­ge­setz, §7.9). .. ” Quel­le

Weihnachten für Atheisten:

“Ein demons­tra­tiv ent­spann­tes Ver hält­nis zu Weih­nach­ten hat zum Bei­spiel Richard Daw­kins, Vor­den­ker des neu­en Athe­is­mus. Der Bio­lo­ge, des­sen Buch „Der Got­tes­wahn“ welt­wei­tes Auf­se­hen erreg­te, ist nicht nur ein beken­nen­der Ver­eh­rer des from­men Kir­chen­mu­si­kers Johann Sebas­ti­an Bach, son­dern gab auch gegen­über der BBC zu, Weih­nachts lie­der zu sin­gen und kein Pro­blem mit christ­li­chen Tra­di­tio­nen zu haben.“

Sam Har­ris, Neu­ro­wis­sen­schaft­ler, Buch­au­tor („Das Ende des Glau­bens“) und eine Art ame­ri­ka­ni­scher Daw­kins, muss­te bei einem der letz­ten Weih­nachts­fes­te zuge­ben, einen Weih­nachts­baum zu Hau­se zu haben. Wenn auch eine eher kläg­li­che und spär­lich geschmück­te Aus­ga­be. „Mit so einem Baum kön­nen sich sogar Athe­is­ten anfreun­den“, recht­fer­tigt er sich. „Alles, was wir an Weih­nach­ten schät­zen – Geschen­ke ver­tei­len, den Fei­er­tag mit der Fami­lie bege­hen, den gan­zen Kitsch drum­her­um – all das ist heu­te Teil einer säku­la­ren Welt, genau­so wie Thanks­gi­ving oder Hal­lo­ween.“ Quel­le


Regionale Bedeutungen des 25. Dezember:

Von den verschiedenen Lichterfesten 

welt­weit (Über­sicht hier) fällt das jüdi­sche Cha­nuk­ka auf den 25. Dezem­ber: “Aus jüdi­cher Sicht beginnt am 25. Dezem­ber auch das Lich­ter­fest Cha­nuk­ka, “ein acht Tage dau­ern­des, jähr­lich gefei­er­tes jüdi­sches Fest zum Geden­ken an die Wie­der­ein­wei­hung des zwei­ten Tem­pels in Jeru­sa­lem im Jahr 164 v. Chr.…” wiki­pe­dia hier.

In Pakistan

wird am 25. Dezem­ber der Tag der Ver­fas­sung began­gen. So schrei­ben es jeden­falls eini­ge Quel­len. Wel­che Ver­fas­sung damit gemeint ist bleibt uns aber unklar, denn: ” Am 23. März 1956 trat die ers­te Ver­fas­sung in Kraft, mit der Paki­stan zum ers­ten sich als Isla­mi­sche Repu­blik bezeich­nen­den Staat wur­de, die aber bereits nach zwei Jah­ren wie­der außer Kraft gesetzt wur­de. Es folg­ten wei­te­re Ver­fas­sun­gen 1973 und 1985. Seit 1993, mit Unter­bre­chung von 1999 bis 2002, ist wie­der die Ver­fas­sung von 1973 in Kraft. ” wiki­pe­dia

In Angola und Mozambik 

wird Weih­nach­ten am 25. Dezem­ber (es ist dort der ein­zi­ge Weih­nachts­tag) ver­bun­den mit einem “Tag der Fami­lie” gefeiert. 


Reli­giö­se Fei­er­ta­ge sind nicht Bestand­teil von worldday.de. Doch es gibt Aus­nah­men, die uns auffielen:

28. Dezem­ber regio­nal: Frü­her für Chris­ten das “Fest der unschul­di­gen Kinder” … 

9. Janu­ar: Kein Welthe­ma – aber eini­ge Chris­ten hul­di­gen Heu­te einem schwar­zen Jesus

24. Dezem­ber: Kein Welt­tag, aber neben Jesus wird an die­sem Tag auch Adam und Eva gedacht 

26. Dezem­ber: Kein Welt­tag aber vie­ler­orts ein zwei­ter Weih­nachts­tag bzw. “Boxing Day”. Zudem Beginn von Kwan­zaa sowie regio­na­ler Fei­er­tag in Slo­we­ni­en und Südafrika.