10. August regional: Ein besonderer Tag für Vietnam, Ecuador und Erfurt!

Agent Orange
sas­int / Pixabay

Vietnam

Der 10. August ist in Viet­nam ein Gedenk­tag für die Agent-Oran­ge Opfer. Am 10. August 1961 ver­sprüh­te die US-Luft­waf­fe erst­mals Pflan­zen­ver­nich­tungs­mit­tel über Viet­nam.   2015 hat die ARD / Welt­spie­gel einen Bei­trag zum The­ma mit dem Titel: “Viet­nam: Die jun­gen Opfer von Agent Oran­ge” ver­öf­fent­licht. Hier ist er. ” .

Agent Oran­ge ist die mili­tä­ri­sche Bezeich­nung eines che­mi­schen Ent­lau­bungs­mit­tels, das die USA im Viet­nam­krieg und im Lao­ti­schen Bür­ger­krieg groß­flä­chig zur Ent­lau­bung von Wäl­dern und zum Zer­stö­ren von Nutz­pflan­zen ein­setz­ten. Die US-Streit­kräf­te setz­ten es im Janu­ar 1965 erst­mals im Rah­men der Ope­ra­ti­on Ranch Hand ein, um der feind­li­chen Gue­ril­la­be­we­gung FNL („Viet­cong“) die Tar­nung durch den dich­ten Dschun­gel zu erschwe­ren und deren Nah­rungs­ver­sor­gung zu stö­ren. Es wur­de von Flug­zeu­gen oder Hub­schrau­bern groß­flä­chig ver­sprüht. Da das Her­bi­zid her­stel­lungs­be­dingt mit 2,3,7,8‑Tetrachlordibenzodioxin (TCDD) ver­un­rei­nigt war, erkrank­ten vie­le hun­dert­tau­send Bewoh­ner der betrof­fe­nen Gebie­te und bis zu zwei­hun­dert­tau­send US-Sol­da­ten.” wiki­pe­dia

Anmer­kung: Die unter­schied­li­chen Zeit­an­ga­ben über den ers­ten Ein­satz des Agent Oran­ge konn­ten wir nicht aufklären. 

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Ecuadors Unabhänigkeit: Ein meilenstein für Südamerika

Die Ers­te Unab­hän­gig­keit von Ecua­dor 1809 ist einer der frü­hes­ten Aus­drü­cke des Wun­sches nach Selbst­be­stim­mung im Rah­men der Unab­hän­gig­keits­krie­ge in Süd­ame­ri­ka. Der dama­li­ge 10. August ist­An­lass für den Heu­te offi­zi­el­len Unab­hän­gig­keits­tag in Ecua­dor: “Die 1810 aus­ge­ru­fe­ne ers­te Unab­hän­gig­keit von Ecua­dor, der „Staat Qui­to“, dau­er­te aller­dings nur bis 1812, da vor allem die Spa­ni­er Perus ihre Trup­pen ent­sand­ten und die Sepa­ra­tis­ten mili­tä­risch besieg­ten.” (wiki­pe­dia). Letz­lich unab­hän­gig und “natio­nen­wer­dend” wur­de Equua­dor erst 1822, nach einer mili­tä­ri­schen Nie­der­la­ge und Kapi­tu­la­ti­on der spa­ni­schen Kolo­ni­al­streit­kräf­te gegen die sog. “Patrio­ten”, geführt von India­nern. Details zu die­sen Kämp­fen hier bei wikipdia

Demons­tra­ti­on in Equa­dor. Die “UNASAY” ist eine der vie­len indi­ge­nen Natio­na­li­tä­ten Ecua­dors. Bild­quel­le pixabay — dbmcnicol

“Ihre Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung, bekannt als El Pri­mer Gri­to de la Inde­pen­den­cia, war ein Mei­len­stein in der Geschich­te der Mensch­heit. … Im Mit­tel­punkt der Fei­er­lich­kei­ten zum Unab­hän­gig­keits­tag steht die his­to­ri­sche Haupt­stadt Qui­to, die ältes­te aller süd­ame­ri­ka­ni­schen Haupt­städ­te. Aber Sie müs­sen nicht in die Anden­aus­läu­fer wan­dern, um die­sen Anlass zu fei­ern. Heu­te fin­den im gan­zen Land Mes­sen, Para­den und kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen statt.” Quel­le, über­setzt mit www.DeepL.com..

Tipps zu Equador

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Erfurt 10. August 1975: Progromartige Ausschreitungen erstmalig 

Ver­lauf: “Schon vor dem 10. August gab es seit der Ankunft alge­ri­scher Ver­trags­ar­bei­ter Kon­flik­te zwi­schen Deut­schen und Alge­ri­ern. .. Die­se ste­hen in engem Zusam­men­hang mit den zahl­rei­chen Gerüch­ten und Anschul­di­gun­gen gegen­über den alge­ri­schen Ver­trags­ar­bei­tern, .… Angeb­lich waren die Alge­ri­er „nicht sau­ber“, „nicht arbeit­sam“ und dem „Alko­hol und locke­ren Frau­en zuge­tan“. … Am 10. August eska­lier­te die Situa­ti­on in Erfurt erst­mals. Laut der Doku­men­ta­ti­on des MfS ver­such­te ein Alge­ri­er auf dem Rum­mel am Dom­platz eine deut­sche Frau gegen ihren Wil­len zu küs­sen. .. ” (wiki­pe­dia).

Gas­se in Erfurt. Bild­quel­le: pixabay — bboellinger

Die Aus­ein­ader­set­zun­gen in der Stadt zogen sich bis zum 13. August. Es gab im Nach­klang Ver­utei­lun­gen, aber auch vie­le Grüch­te und Fol­ge­da­ten in Erfurt.

“Auf­grund der gerin­gen Bekannt­heit die­ser ras­sis­ti­schen Über­grif­fe ist auch die Bezeich­nung der „ver­ges­se­nen Pogro­me von Erfurt“ auf­ge­kom­men. Tat­säch­lich spie­len die­se aus­län­der­feind­li­chen und pogrom­ar­ti­gen Aus­schrei­tun­gen im öffent­li­chen Gedächt­nis der Stadt Erfurt und Deutsch­lands ins­ge­samt eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Dadurch kam in der Ver­gan­gen­heit teil­wei­se die fal­sche Annah­me auf, die Aus­schrei­tun­gen in Ros­tock-Lich­ten­ha­gen 1992 wären die ers­ten pogrom­ar­ti­gen Aus­schrei­tun­gen nach 1945 in Deutsch­land gewe­sen.” wiki­pe­dia


Tipps zu Erfurt

Glücks­or­te und sozia­lis­ti­scher All­tag (aber ohne Pro­go­mer­wäh­nung…)

PS: Die fast bekann­te­ren “Erfurter”-Rauhfasertapeten kom­mem nicht aus Erfurt, son­dern aus Wup­per­tal, wo 1827 Fried­rich Erfurt das Unter­neh­men gründete)

Gedenktage nicht unser Thema, aber einige haben wir aufgenommen, z.B.:

2. August: In Deutsch­land ein Gedenk­tag der Sin­ti und Roma

21. Juli: In meh­re­ren Län­dern der Gedenk­tag für ver­stor­be­ne Drogenabhängige

29. April: Gedenk­tag für die Opfer che­mi­scher Waf­fen – UN Day of Remem­bran­ce for all Vic­tims of Che­mi­cal Warfare