6. Dezember: Kein Welttag aber weit verbreitet ist der Nikolaustag

Fotro: pixabay — tookapic

In den christ­li­chen Kir­chen wird  am 6. Dezem­ber dem Hei­li­gen Niko­laus von Myra (leb­te Anfang des 4. Jahr­hun­derts) gedacht. Niko­laus’ Wir­ken hat zu viel­fäl­ti­gen Legen­den­bil­dun­gen bei­getra­gen. Eine der Geschich­ten ist der Frei­kauf der eige­nen Töch­ter aus der Pro­sti­tu­ti­on: Weil ein ver­arm­ter Vater nicht genug Geld auf­brin­gen konn­te, sei­ne Töch­ter per Mit­gift zu verheiraten, …

muss­te er sie zu Mäg­den machen, was der Pro­sti­tu­ti­on nahe­kam. Der wohl­ha­ben­de Niko­laus aus Myra (gele­gen in der heu­ti­gen Tür­kei) bekam das mit und warf drei Tage lang täg­lich einen Klum­pen Gold durch den Kamin – sie lan­de­ten glück­li­cher­wei­se in auf­ge­häng­ten Socken. Dank die­ser Spen­de konn­te der Vater sei­ne Töch­ter dann doch noch ver­hei­ra­ten brin­gen.” Quel­le: utopia

Es gibt eine Vielzahl von Legenden 

Nikolaustag
Wall­fahrts­kir­che San Nico­la in Bari, Ita­li­en. (Foto: Public domain, Quel­le hier.)

zum Niko­laus, so z.B. die Mit­gift­spen­de, die Stil­lung des See­sturms, das Korn­wun­de oder auch die Heim­füh­rung eines ver­schlepp­ten Kin­des. details bei wiki­pe­dia.

Das heutige Brauchtum des Nikolaus

“Ange­lehnt an die Legen­de “Aus­stat­tung der drei Jung­frau­en” hat sich der Brauch des schen­ken­den Niko­lau­ses erhal­ten. Hier­bei stel­len die Kin­der am Abend des 5. Dezem­ber einen Schuh, Stie­fel oder Tel­ler vor die Haus­tür, in der Erwar­tung, dass Niko­laus die­sen mit Geschen­ken füllt. Übli­cher­wei­se sind das heu­te Man­da­ri­nen, Äpfel, Nüs­se und ande­re Süßig­kei­ten. Die­sen Brauch beschreibt das Volks­lied “Lasst uns froh und mun­ter sein”.Quel­le

Was  Men­schen zu die­sem Tag Alles machen steht auch hier: Der hash­tag #NIKOLAUS wird bei twit­ter gern genutzt:

“Auslöser dieses Kultes

und Brauch­tums ist die Figur jenes hei­li­gen Niko­laus, der seit dem 6. Jahr­hun­dert in Legen­den auf­taucht. Auf­grund kri­ti­scher Text­ana­ly­sen wis­sen wir heu­te, daß die­se legen­dä­re Figur fik­tiv ist; der legen­dä­re Niko­laus ist eine Kom­pi­la­ti­on aus zwei his­to­ri­schen Per­so­nen: dem Bischof Niko­laus von Myra im klein­asia­ti­schen Lyki­en, der wahr­schein­lich im 4. Jahr­hun­dert gelebt hat, und dem gleich­na­mi­gen Abt von Sion, der Bischof von Pino­ra war, und am 10. Dezem­ber 564 in Lyki­en starb.… Alle Datie­rungs­ver­su­che und Datums­an­ga­ben im Zusam­men­hang mit Niko­laus von Myra sind rei­ne Spe­ku­la­ti­on.” Quel­le

“Dass die religiösen Wurzeln des Brauchs

immer mehr in den Hin­ter­grund gera­ten, liegt nicht zu letzt dar­an, dass die Kin­der meist eine ganz ande­re Figur vor Augen haben, wenn es um den 6. Dezem­ber geht. Der Weih­nachts­mann, mit sei­nem roten Man­tel, sei­nem lan­gen, wei­ßen Bart und sei­nen schwe­ren, schwar­zen Stie­feln, ist mitt­ler­wei­le eine eta­blier­te Wer­be­fi­gur in unse­rer Gesell­schaft. .. Die­se, in der Weih­nachts­zeit, all­ge­gen­wer­ti­gen Gestalt, geht ursprüng­lich auf die Zeich­nun­gen von Had­don Sund­blom zurück, wel­cher im Jahr 1931 von Coca Cola enga­giert wur­de, eine cha­ris­ma­ti­sche Type für ihre Wer­be­spots zu entwerfen.

Nikolaus in Österreich verboten? 

“.. Jedes Jahr ver­brei­ten Poli­ti­ker wie Heinz Chris­ti­an Stra­che und Johann Gude­nus, vor allem in den sozia­len Netz­wer­ken, dass der Niko­laus in Wie­ner Kin­der­gär­ten ver­bo­ten ist.” Quel­le und mehr

Feiertag? In Spanien und Finnland 

ist der 6. Dezem­ber frei. In Spa­ni­en wegen der Rati­fi­zie­rung der Ver­fas­sung und  Finn­land hat sich am 6. Dezem­ber 1917 unab­hän­gig erklärt. Bei­de Fei­er­tag haben Nichts mit dem Brauch­tum Niko­laus zu tun. Details hier bei wikipedia

Tipps zum Nikolaustag, die auch bis Weihnachten halten

Mund­schutz, Socken, Müt­ze, Back­form und Badenikolaus

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Nur wenige religiös gefärbte Tage stehen hier in der Bibliothek wordday.de, z.B.:

3. Okto­ber regio­nal: Deutsch­land­weit der Tag der offe­nen Moschee / TOM

24. Sep­tem­ber regio­nal: Start der (kirch­li­chen) inter­kul­tu­rel­len deut­schen Woche

2. Sep­tem­ber: Europäi­scher Tag jüdi­sche Kultur