14. Juli: Einige wollen einen Internationalen Nichtbinär-Tag / International Non-Binary Day. Bisher mehr Wunsch als Wirklichkeit

Nichtbinär-Tag
pixabay – GregMontani

Der 14. Juli ist, besser soll der jährliche „Internationale Nichtbinär-Tag“ (International Non-Binary Day) werden, zeitlich genau zwischen dem Internationalen Frauentag im März und dem Internationalen Männertag im November. Doch aktuelle Akteure und Aktionen zum Thema sind kaum zu finden.

Der Vorschlag zu einem solche Tagesthema wurde 2012 in einem kanadischen Blog veröffentlicht und in der Folge mehrfach aufgegriffen,

Nichtbinär: Was meint das?

Nicht-binär: Dieser Ausdruck wird von einigen verwendet, um Personen zu beschreiben, deren soziales Geschlecht nicht ausschließlich männlich oder weiblich ist, einschließlich derjenigen, die sich als ungeschlechtlich identifizieren, oder als ein anderes Geschlecht als männlich oder weiblich, oder als mehrgeschlechtlich.“ (wikipedia).

Je nach Befragung und Länder bezeichnen sich meist unter 1% der Befragten, teils aber bis zu mehrenen Prozent als nicht eindeutig männlich oder weiblich beschrieben.

Einige Regierungen gehen voran: „Australien, Bangladesch, Kanada, Dänemark, Deutschland, Indien, die Niederlande und Neuseeland bieten nicht-binäre Geschlechtsoptionen in Pässen an, und 23 US-Bundesstaaten plus Washington DC erlauben es den Bewohnern, ihr Geschlecht als „X“ auf ihrem Führerschein zu markieren.“ Quelle wikipedia, übersetzt mit deepL…

Wieso einen Nichtbinär-Tag?

„Frauen haben ihre Zeit. Männer haben jetzt anscheinend auch ihre. Und wir Nicht-Binär-Leute stehen immer noch im Staub. Das ist nicht viel verlangt. Es verlangt nach einem Tag einmal im Jahr, der sich auf die nicht-binären Menschen, unsere Beiträge zur Welt und unsere Themen konzentriert, ohne uns mit Männern oder Frauen in einen Topf zu werfen. Ich habe es so satt, dass Dinge auf mich angewandt werden, weil ich eine Gebärmutter habe, alles im Namen der Schwesternschaft. Sollte der Feminismus nicht verhindern, dass Frauen auf ihre Gebärmutter reduziert werden?“ Quelle, übersetzt mit deepL…

Nichtbinär-Tag
pixabay – fotogerd34

Zum Tag selbst scheint es bisher auch international nicht mehr Resonanz als einige blog- und Zeitungsbeiträge (z.B. hier in der newswek) und Aufrufe nicht zu geben.

Und in Deutschland?

„Für den deutschsprachigen Raum sind keine belastbaren Zahlen bekannt, auch weil bisherige Umfragen nicht genauer unterschieden zwischen nichtbinären und binären Transgender- und intersexuellen Personen. Bei der deutschen ZEIT-Vermächtnisstudie 2016 gaben von den 3.104 Befragten 3,3 % an, „entweder ein anderes Geschlecht zu haben als bei ihrer Geburt zugewiesen oder sich schlicht nicht als weiblich oder männlich zu definieren. Das heißt: Knapp 2,5 Millionen Deutsche […]“ wikipedia

Der Tag selbst wird zwar auch in Deutschland auf den einschlägigen Foren & Blogs benannt (https://nibi.space/feier-_aktions-_und_gedenktage, ) hat aber darüber hinaus kaum Resonanz.

Nichtbinär-Tag in der Non-Binary Week

Auch die Non-Binary Week ist noch mehr Wunsch einigerAktivisten als Realität. Wer genau sie trägt bleibt etwas unklar. Für 2020 wurde sie auf den 13. bis 19. Juli (29. Kalenderwoche) gelegt. Hier ein Beitrag dazu (englisch)

Transgender-Tag der Sichtbarkeit (TDoV) am 13. März

Es gibt schon einen ähnlichen thematischen Tag: „Der Transgender-Tag der Sichtbarkeit (TDoV) wird jedes Jahr am 31. März begangen. Er wurde 2009 von Rachel Crandall, einer lizenzierten Psychotherapeutin, die sich auf Transgender-Fragen spezialisiert hat, ins Leben gerufen.“ Quelle (englisch)

Es gibt eine Reihe Büchern und Accessoires zum Thema Nichtbinär:

2 Bücher (englisch), Tasche, 2 T-shirt,

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