26. Juli: Esperanto Day / Esperantotag / “Esperanto-Tago”

Esperantotag
L. L. Zamen­hof , Ent­wick­ler der Plan­spra­che Espe­ran­to. Bild: pixabay — eugeniohansenofs

Der Espe­ran­to­tag ist der Ver­öf­fent­li­chungs­tag des ers­ten Espe­ran­to-Lehr­buchs 1887, geschrie­ben von L. L. Zamen­hof in Espe­ran­to. Aktu­ell dis­ku­tiert wird auch wel­che Rol­le Espe­ran­to in der rus­si­schen Okto­ber­re­vo­lu­ti­on 1917 hatte.

Hier die Mate­ria­li­en zum Espe­ran­to-Tag 2018. Zum Espe­ran­to­tag gibt es auch Mel­dun­gen auf twit­ter zu, über und in Espe­ran­to:   Espe­ran­to

Esperantotag: Historie der Sprache Esperanto

Die Spra­che Espe­ran­to wur­de von dem jüdi­schen Augen­arzt L. L. Zamen­hof ent­wi­ckelt, der die meis­te Zeit sei­nes Lebens in War­schau leb­te. Zamen­hof war ein Poly­glott, der Jid­disch, Rus­sisch, Weiß­rus­sisch, Pol­nisch, Deutsch und etwas Eng­lisch und Ita­lie­nisch sprach. … Er glaub­te, dass der Man­gel an gegen­sei­ti­gem Ver­ständ­nis einer der Haupt­grün­de für .. Strei­tig­kei­ten war, und war der Mei­nung, dass eine gemein­sa­me Spra­che zur Lösung des Pro­blems bei­tra­gen wür­de. .. Zamen­hof stell­te Espe­ran­to erst­mals in sei­nem Buch Dr. Espe­ran­tos inter­na­tio­na­le Spra­che vor, das in der Espe­ran­to-Gemein­schaft gemein­hin als Unua Libra (Ers­tes Buch) bezeich­net wird. Das Buch wur­de am 26. Juli 1887 ver­öf­fent­licht und gab den Anstoß zur Espe­ran­to-Bewe­gung, die sich bald in ganz Euro­pa und dar­über hin­aus verbreitete.

Und so klingt Espoeranto:

Es wird ange­nom­men dass in den über 125 Jah­ren sei­nes Bestehens zwi­schen 5 und 15 Mil­lio­nen Men­schen Espe­ran­to erlernt hät­ten. Spre­cher leb­ten vor allem in Euro­pa, Chi­na, Japan und Bra­si­li­en. Laut John R. Edwards gebe es in Chi­na ca. 10.000 Espe­ran­to-Spre­cher (2004), von denen etwa 10 % die Spra­che flie­ßend beherrschten.Bei der unga­ri­schen Volks­zäh­lung für 2011 gaben 8.397 Per­so­nen Espe­ran­to-Kennt­nis­se an.

Esperanto Book Day
Gra­fik von Alex­and­re ANDRÉ, and Nagi­hu­in for the ori­gi­nal SVG map [CC BY-SA 4.0], via Wiki­me­dia Com­mons. Num­ber of UEA mem­bers by country.

Welt­wei­te Ver­brei­tung: Espe­ran­to ist sehr unter­schied­lich auf der Welt ver­brei­tet. Je hel­le­re das Grün des­to mehr indi­vi­du­el­le Mit­glie­der sind im jewei­li­gen Land bei der UEA (inter­na­tio­na­le Espe­ran­to-Orga­ni­sa­ti­on) gelistet.

Esperanto ist eine von vielen Plansprachen bei dem Versuch die Dominanz des Englischen zu brechen.

Immer wie­der gibt es auch Heu­te Ver­su­che neue Spra­chen zu ver­brei­ten. So z.B. die Ent­wick­lung der “Ling­wa de Pla­ne­ta”, 2006 in St. Peters­burg vor­ge­stellt. “Die Autoren die­ses Sprach­pro­jekts sind der Über­zeu­gung, dass sich in Zukunft eine Welt­ver­stän­di­gungs­spra­che her­aus­bil­den wird, die Merk­ma­le der weit­ver­brei­tets­ten Spra­chen in sich ver­ei­ni­gen wird. Ling­wa de Pla­ne­ta wird als Pro­to­typ einer sol­chen Spra­che ver­stan­den. … Auf­fal­len­des Merk­mal ist die Ein­be­zie­hung eines signi­fi­kan­ten Teils nicht-west­li­chen Voka­bu­lars (vor allem chi­ne­si­schen, indi­schen, ara­bi­schen und sla­wi­schen Ursprungs). Dies umfasst etwa 20 % des Gesamt­vo­ka­bu­lars.” Bei­trag auf wiki­pe­dia

Hier ein (unvoll­stän­di­ge) Lis­te der bis­he­ri­gen Plan­spra­chen die­ser Welt.

Esperanto als Teil der russischen Oktoberrevolution?

Espe­ran­to-Flag­ge. Quel­le: pixabay — Chickenonline

“In der Hoff­nung, die gesam­te Mensch­heit zu ver­ei­nen und die Welt zu revo­lu­tio­nie­ren, führ­te Lud­wik Zamen­hof 1887 vom spät­im­pe­ria­len Russ­land aus eine neue inter­na­tio­na­le Spra­che namens Espe­ran­to ein. …Das Buch “Espe­ran­to und die Spra­chen des Inter­na­tio­na­lis­mus im revo­lu­tio­nä­ren Russ­land” zeich­net die Geschich­te und das Ver­mächt­nis die­ser Bemü­hun­gen nach: von den Wur­zeln des Espe­ran­to in den sozia­len Unru­hen der vor­re­vo­lu­tio­nä­ren Paläo-Sied­lung über sei­ne Ver­bin­dun­gen zum sozia­lis­ti­schen Inter­na­tio­na­lis­mus und zu den Bestre­bun­gen der Kom­in­tern für eine Welt­re­vo­lu­ti­on bis hin zum Unter­gang der sowje­ti­schen Espe­ran­to-Bewe­gung in den zuneh­mend frem­den­feind­li­chen sta­li­nis­ti­schen 1930er Jah­ren. … [Die­ses eng­lisch­spra­chi­ge Buch] ist die ers­te gründ­li­che Erfor­schung des Espe­ran­to an der Basis und wirft ein neu­es Licht auf einen bis­her über­se­he­nen Bereich der rus­si­schen Geschich­te.” So die Beschrei­bung des Buches: Espe­ran­to and Lan­guages of Inter­na­tio­na­lism in Revo­lu­tio­na­ry Rus­sia von 2017, auch in einer kindl-Ver­si­on. Blick in´s Buch möglich!

Auf deutsch

gibt es zu die­sem The­ma eine Dis­ser­ta­ti­on von Andre­as Künz­li aus dem Jahr 2015: PRO ET CONTRA ESPERANTO — Plan­spra­chen-Bewe­gung in Russ­land, der Sowjet­uni­on und Ost­eu­ro­pa zwi­schen Wis­sen­schaft, Poli­tik und Gesell­schaft (Teil I)” . Hier online auf ca. 160 Sei­ten in deutsch.

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Esperanto-Stadt Herzberg

Am 11. Juli 2006 hat­te der Stadt­rat mit den Stim­men aller vier Par­tei­en beschlos­sen, Herz­berg die­sen Bei­na­men zu geben — ange­sichts der viel­fäl­ti­gen Espe­ran­to-Akti­vi­tä­ten und der zahl­rei­chen espe­ran­to­spra­chi­gen Besu­cher der Stadt.  Quel­le. Die aktu­el­len Akti­vi­tä­ten in der Stadt zum The­ma Espe­ran­to fin­den sich hier.

Tipps zur Sprache Esperanto: 

Neue Lern­buch, zwei­spra­chi­ges Kin­der­buch, T‑Shirt mit Espe­ran­to­flag­ge, Wör­ter­buch, ein Kri­ti­ker, Espe­ran­to in der DDR und eine Lern-CD.

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