10. Februar: UN-Welttag der Hülsenfrüchte / World Pulses Day

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Auf­bau­end auf dem Erfolg des von der FAO gelei­te­ten Inter­na­tio­na­len Jah­res der Hül­sen­früch­te im Jahr 2016 hat die Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen den 10. Febru­ar im Janu­ar 2019 zum Welt­tag der Hül­sen­früch­te erklärt.

Die UN schreibt in ihrem Beschluss zum Tag der Hülsenfrüchte

“Hül­sen­früch­te wie Lin­sen, Boh­nen, Erb­sen und Kicher­erb­sen:
* sind eine der Quel­len von pflanz­li­chen Pro­te­inen und Ami­no­säu­ren für eine gesun­de Ernäh­rung der Men­schen;
* haben einen hohen Eisen­ge­halt, der in Ver­bin­dung mit Lebens­mit­tel mit hohem Vit­amin-C-Gehalt ein wirk­sa­mes Nah­rungs­mit­tel zur Auf­fül­lung der Eisen­spei­cher sind,
ins­be­son­de­re für Frau­en im gebär­fä­hi­gen Alter, sowie eine Quel­le für pflanz­li­ches Eiweiß
für Tie­re;
* sind Legu­mi­no­sen, die stick­stoff­bin­den­de Eigen­schaf­ten haben, die zur Erhö­hung der Boden­frucht­bar­keit bei­tra­gen und sich posi­tiv auf die Umwelt aus­wir­ken kön­nen;
*kön­nen die Ernäh­rung opti­mie­ren und chro­ni­schen Krank­hei­ten wie Fett­lei­big­keit, Dia­be­tes, Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen und Krebs zurück­drän­gen.“

Quel­le: Beschluss­do­ku­ment der UN, engl. 

Aktivitäten zum Tag

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Die FAO ver­an­stal­tet eine VIRTUELLE VERANSTALTUNG, am 10. Febru­ar 2022, 12:30–14:30 MEZ: “Die dies­jäh­ri­ge Fei­er unter dem Mot­to “Hül­sen­früch­te zur Stär­kung der Jugend bei der Ver­wirk­li­chung nach­hal­ti­ger Agrar­nah­rungs­mit­tel­sys­te­me” wird sich auf die Schlüs­sel­rol­le kon­zen­trie­ren, die jun­ge Men­schen bei der Gestal­tung einer bes­se­ren Zukunft für die Ernäh­rung spie­len, und Aus­sa­gen und Per­spek­ti­ven von Ver­tre­tern von Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen prä­sen­tie­ren.” Details in engl. hier.

Biologie und Nutzung der Hülsenfrüchte

Die Hül­sen­frücht­ler .., auch Legu­mi­no­sen genannt, sind eine der arten­reichs­ten Pflan­zen­fa­mi­li­en ; ..seit 2017 wer­den sie in sechs Unter­fa­mi­li­en ..geglie­dert und ent­hält ins­ge­samt etwa 730 Gat­tun­gen mit fast 20.000 Arten. Sie haben ihren Namen von der „Hül­sen­frucht“, .. die sich bei Rei­fe meist an der Bauch- und Rücken­naht öff­net. ..

Die meis­ten Legu­mi­no­sen gehen in ihren Wur­zel­knöll­chen eine Sym­bio­se mit stick­stoff­fi­xie­ren­den Bak­te­ri­en (Rhizo­bien) ein. Sie machen sich dadurch unab­hän­gig vom Nitrat­ge­halt des Bodens und sind in extrem stick­stoff­ar­men Böden (zum Bei­spiel Aka­zi­en in der „Wüs­te“) erst lebens­fä­hig. .. Durch ihre Rhizo­bien tra­gen Legu­mi­no­sen zur Frucht­bar­keit des Bodens bei. In der Land­wirt­schaft wer­den sie daher gern als Zwi­schen­früch­te ange­baut. Die Stick­stoff­fi­xie­rung kann 100 kg/ha pro Monat errei­chen.

In Euro­pa wird der größ­te Anteil der ange­bau­ten Legu­mi­no­sen als Fut­ter­mit­tel für Wie­der­käu­er, Schwei­ne und Hüh­ner ein­ge­setzt. Für die Füt­te­rung wer­den beson­ders Erb­sen, Acker­boh­nen, Lupi­nen, Luzer­ne (Alfal­fa) und Soja­boh­nen ange­baut. Der Groß­teil des Bedarfs an eiweiß­rei­chen Fut­ter­mit­teln in Euro­pa wird durch Impor­te von Soja­boh­nen vor allem aus Latein­ame­ri­ka gedeckt.
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