30. April regional: Walpurgisnacht — fast schon europaweit.

Walpurgisnacht
Foto: pixabay — Melmak

Die hei­li­ge Wal­bur­gis gilt als Schutz­hei­li­ge gegen Pest, Hus­ten und Toll­wut. Der Hexen­tanz der Nacht aber ist wohl eine Erfin­dung von Johann Wolf­gang von Goethe.

Schon lan­ge bevor die Arbei­ter­be­we­gung den 1. Mai als „Pro­test- und Gedenk­tag“ aus­rief, wur­de die Wal­pur­gis­nacht zur Erin­ne­rung der hei­li­gen Wal­bur­ga, einer eng­li­schen Äbtis­sin des 8. Jh., gewid­met. Die neun Wal­pur­gis­ta­ge zuvor wur­den mit aller­lei Bräu­chen zur Abwehr von Hexen zele­briert. Die­se Wal­pur­gis­ri­ten spie­geln sich noch heu­te in länd­li­chen Mai­bräu­chen wider.

Bis zur Ver­eh­rung ger­ma­ni­scher Wald­gott­hei­ten hin­ge­gen führt die Tra­di­ti­on des Mai­bau­mes zurück. »mehr: wiki­pe­dia htt Anmer­kung: //de.wikipedia.org/wiki/Walpurgissnacht

Es gibt aber auch ganz andere Meinungen

War­um die hei­li­ge Wal­bur­ga nicht zum Hexen­tanz taugt: In der Nacht vom 30.April auf den 1.Mai tan­zen angeb­lich die Hexen auf dem Blocks­berg. Es ist Wal­pur­gis­nacht. Das ist eine Erfin­dung von Johann Wolf­gang von Goe­the, die er im “Faust” ein­ge­baut hat. Die hei­li­ge Wal­bur­ga, nach der die­se Nacht eigent­lich benannt ist, hat damit aber abso­lut gar nichts zu tun.! (Quel­le Sonntagsblatt)


Hier ein Ton­bei­trag (kein Video) dazu:

Neben den vielen Fruchtbarkeitsmythen und erotischen Fantasien 

im Zusam­men­hang mit der Wal­bur­gis­nacht ist Heu­te viel­leicht ein ande­rer­Aspekt bedeut­sa­mer: “Vie­le der Bräu­che bei Früh­lings­fes­ten ran­ken sich um jun­ge Paa­re, die sym­bo­lisch für die mensch­li­che Gemein­schaft ste­hen. Der Gang zwi­schen zwei Wal­pur­gis­feu­ern soll rei­ni­gen und Seu­chen fern­hal­ten (Wal­pur­gis gilt als Schutz­hei­li­ge gegen Pest, Hus­ten und Toll­wut). Die auch heu­te noch in wei­ten Tei­len Deutsch­lands gefei­er­ten Hexen­feu­er gehen mut­maß­lich auf die­se Tra­di­ti­on zurück. Mit der sehr rigo­ros gehand­hab­ten Chris­tia­ni­sie­rung nicht nur in Deutsch­land wur­den die­se alten Bräu­che als heid­nisch ver­dammt, die ursprüng­li­che, nach Ansicht eini­ger For­scher auf matri­ar­cha­li­sche Gesell­schafts­struk­tu­ren zurück­ge­hen­de Bedeu­tung ging ver­lo­ren und in länd­li­chem Jugend­brauch­tum auf.” wiki­pe­dia

Die vielen Feiern zur Walpurgisnacht wurden wegen der Corona-Krise auch 2021 verschoben


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Die mit einem 🛒mar­kier­ten Fotos sind soge­nann­te Affi­lia­te-Links. Bei Kauf dar­über erhal­ten wir eine klei­ne Pro­vi­si­on, der Preis ändert sich aber nicht. 

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Hexen­wahn und Teu­fels­glau­be: Alter­tum und Mit­tel­al­ter Band 1. Der Autor umschreibt detail­liert die grau­sa­men Vor­ge­hens­wei­sen und schil­dert die gesell­schaft­li­che Stel­lung. Im ers­ten Band wer­den die Grund­la­gen und ver­meint­li­chen Prak­ti­ken erör­tert, die von ver­ur­teil­ten Frau­en und Män­nern aus Hexen­pro­zes­sen stam­men, die letz­ten Endes als Ergeb­nis von qual­vol­len Fol­ter­me­tho­den gewer­tet wer­den kön­nen. Die­ses Buch soll zum Nach­den­ken anre­gen und davor war­nen, sich para­no­iden Vor­stel­lun­gen durch Drit­te anzu­schlie­ßen, die den Tod und die Ver­nich­tung von Men­schen zur Fol­ge hät­te. 174 Sei­ten aus 2015; 21,50 Euro.

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