3. Februar: Früher regional der Schlenkeltag für´s Gesinde. Zeit zum Arbeitsplatzwechsel. Und regional Heute bedeutsam in Mozambik und auf São Tomé und Príncipe.

Schlenkeltag
Gra­fik: pixabay / LillyCantabile

Der Schleng­gel­tag bzw. Schlen­kel­tag ist eine vor allem noch in Öster­reich und bis ins 20. Jahr­hun­dert auch in Bay­ern bekann­ter Tag bzw. der Beginn einer drei­tä­gi­gen Zeit zum Arbeitsplatzwechsel. 

In den kom­men­den drei Tagen wech­sel­te das “Gesin­de” mit­samt aller Hab­se­lig­kei­ten den Dienst­herrn und den Arbeits­platz. Für die Knech­te und Mäg­de war es eine Art „Jah­res­ur­laub“. (Qel­le). . Wenig mehr auch hier: http://www.ostarrichi.org/..

“Oft wur­de der Schlenggel‑, Schlenkl- oder Tru­hen­tag (bzw. Schlen­kel­tag) bis zum Aga­then­tag (5. Febru­ar) ver­län­gert, um Knech­ten oder Dir­nen die Mög­lich­keit zu bie­ten, in die­ser Zeit mit­samt ihren Hab­se­lig­kei­ten den Dienst­herrn und den Arbeits­platz zu wech­seln.” Quel­le

“Frü­her wech­sel­ten (auch am Micha­els­tag 29. Sep­tem­ber) die Dienst­bo­ten ihre Arbeits­plät­ze und schaff­ten ihr wenig Hab und Gut in Kof­fern oder Tru­hen zum neu­en Arbeit­ge­ber.” Quel­le

“Die Schlenkeltage,

meist nur weni­ge Tage, waren eine ersehn­te Unter­bre­chung des Arbeits­all­tags. Gleich­zei­tig war Licht­mess der Ter­min im Jah­res­lauf, an dem sich die „Ehal­ten“ – so wur­den frü­her die Knech­te und Mäg­de genannt – einen ande­ren Bau­ern oder Dienst­platz suchen konn­ten.

Der baye­ri­sche Mund­art­for­scher Johann Andre­as Schmel­ler (1785–1852) schrieb dazu: Schlan­ken – müßig her­um­ge­hen, ist nament­lich der tech­ni­sche, ver­mut­lich zuerst von den Herr­schaf­ten gebrauch­te Aus­druck für das Aus­tre­ten der Dienst­bo­ten aus einem Dienst, wel­ches auf dem Lan­de von Jahr zu Jahr am Licht­meß­tag statt­zu­ha­ben pflegt. In einem Ver­ru­ef von 1748 kom­men auch rei­sen­de und schlenk­len­de Hand­werk­spursch vor. Im Scherz braucht man schlen­keln auch für ster­ben.“ Quelle

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Regional hat der 3. Februar auch hier Bedeutung

In Mozambik

wird der Tag der mosam­bi­ka­ni­schen Hel­den (“Dia dos Heróis Moçam­bi­ca­nos”) zele­briert. details sind uns bis­her dazu aber nicht bekannt. 

Auf São Tomé und Príncipe 

( ein afri­ka­ni­scher Insel­staat in Äqua­tor­nä­he ) wird am 3. Febru­ar mit einem Gedenk­tag dem Mas­sa­ker von Bate­pá gedacht. Hin­ter­grund: ” Das Gerücht, die ein­hei­mi­schen Land­be­sit­zer soll­ten zuguns­ten neu ange­wor­be­ner Kap­ver­dier ent­eig­net wer­den, führ­te 1953 zu einem Auf­stand, der als „Mas­sa­ker von Bate­pá“ bekannt wur­de. Je nach Quel­le for­der­te die­ser Auf­stand bzw. sei­ne Unter­drü­ckung durch Sol­da­ten, wei­ße Frei­wil­li­ge, Kri­mi­nel­le und Kon­trakt­ar­bei­ter zwi­schen eini­gen hun­dert und bis zu 2000 Opfern. ” wiki­pe­dia