6. August regional: Feier in Bolivien

Wipha­la von Qul­la­suyu — neben Flag­ge und Wap­pen ein offi­zi­el­les Natio­nal­sym­bol des Plu­ri­na­tio­na­len Staats Boli­vi­en

… dem ein­zi­gen Staat in dem indi­ge­ne Eth­ni­en die Mehr­heit stellen.

Bolivien, offiziel: “Plurinationaler Staat Bolivien”, 

fei­ert am 6. August sei­ne Unab­hän­gig­keit, die 1825 von Spa­ni­en erlangt wur­de. Es war das letz­te Land Süd­ame­ri­kas, dass sei­ne Unab­hän­gig­keit erlang­te. ” Fast 300 Jah­re lang dau­er­te bis dahin die Herr­schaft der Spa­ni­er. Benannt wur­de das Land nach Simòn Bolí­var, dem süd­ame­ri­ka­ni­schen Unab­hän­gig­keits­kämp­fer und Natio­nal­hel­den.” Er und sei­ne Gefolgs­leu­te set­zen damals die Unab­hän­gig­keit mili­tä­risch durch. Quel­le wiki­pe­dia

” In Boli­vi­en stel­len die Ange­hö­ri­gen indi­ge­ner Eth­ni­en die Bevöl­ke­rungs­mehr­heit und mit Evo Mora­les sogar den Prä­si­den­ten. Das gibt es nir­gends sonst in Süd­ame­ri­ka. Wäh­rend sich die meis­ten Län­der immer mehr nach außen öff­nen und dabei anpas­sen, geht Boli­vi­en den umge­kehr­ten Weg und besinnt sich auf die indi­ge­nen Tra­di­tio­nen. ” Kom­men­tar zum u.g. Buch.

Boliviens Heute: Drei Schlagzeilen

pixabay — OzcarFranco
  1. “Kin­der­ar­beit in Boli­vi­en: Eine Wirk­lich­keit, die nicht ver­schwin­det. Welt­weit müs­sen nach UN-Schät­zun­gen etwa 160 Mil­lio­nen Kin­der arbei­ten. Seit der Coro­na-Pan­de­mie steigt die Zahl wie­der. In Boli­vi­en gibt es seit Jah­ren eine Dis­kus­si­on über den Umgang mit Kin­der­ar­beit.” tages­schau 2022

  2. “Hier soll Putins neue Roh­stoff­fal­le zuschnap­pen: Boli­vi­en ver­fügt über die größ­ten Lithi­um-Vor­kom­men welt­weit und sucht nach Geschäfts­part­nern für den Abbau des Roh­stoffs, der für die E‑Mobilität unver­zicht­bar ist. Ganz vor­ne dabei ist Russ­land, das sei­ne gro­ße Chan­ce wit­tert, Euro­pa erneut von sich abhän­gig zu machen.” welt.de 2022

  3. Wie­der­auf­fors­tung des Regen­walds in Boli­vi­en: Boli­vi­ens Ama­zo­nas­ge­biet umfasst fast die Hälf­te der Lan­des­flä­che. Die dich­ten Regen­wäl­der im Nor­den sind die Hei­mat einer äußerst viel­fäl­ti­gen Tier- und Pflan­zen­welt. Hier leben Säu­ge­tie­re wie Jagua­re, Bril­len­bä­ren, Oze­lots, Gür­tel­tie­re und Gro­ße Amei­sen­bä­ren. Im Was­ser tum­meln sich Schild­krö­ten, Kai­ma­ne und eine sel­te­ne, nur in Boli­vi­en behei­ma­te­te Fluss­del­finart. Doch das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht ist aus den Fugen gera­ten. In den letz­ten Jahr­zehn­ten wur­den immer grö­ße­re Flä­chen des Wal­des abge­holzt, um neu­es Wei­de- und Acker­land zu gewin­nen oder um die Erträ­ge für die wach­sen­de Holz­wirt­schaft zu decken. Boli­vi­en stand über Jah­re an der Spit­ze der pro­zen­tua­len, jähr­li­chen Abhol­zungs­sta­tis­ti­ken. Allein in der Gemein­de San­ta Rosa del Sara im Depar­ta­men­to San­ta Cruz wur­den bereits 70 Pro­zent des Wal­des zer­stört.” WWF 2018

Tipps zu Bolivien

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