10. Oktober: Tag des Baumes in Polen

Polen Tag des Baumes
Biało­wieża-Natio­nal­park, Luft­auf­nah­me. Quel­le: pixabay — MarcMatecki

Man­cher­orts wird der Tag des Bau­mes in Polen auch als “Baum­fest” bezeich­net. Es wird gesagt dass der Tag seit 2002 besteht. Wer ihn wann wie­so erko­ren hat konn­ten wir bis­her nicht klä­ren. Aber trotz­dem ist er uns die­se Tages­sei­te wert. 

▶ Beson­de­re Akti­vi­tä­ten haben wir für den 10. Okto­ber nur ver­ein­zelt gefun­den; es fin­den eini­ge Ver­an­stal­tun­gen (hier z.B. in 2020; oder auch hier in 2022) an die­sem Tag statt. Doch eine Koor­di­na­ti­on der Akti­vi­tä­ten und eine not­wen­di­ge Popu­la­ri­tät des Tages war nicht zu fin­den. Schein­bar gibt es bis­her wenig Koor­di­na­ti­on zwi­schen den ver­schie­de­nen Akteuren.

Auch im Frühjahr gibt es Baumpflanzaktionen in Polen:

▶ “Wir haben es! Alle 50.000 Bäu­me sind offi­zi­ell für die­ses Früh­jahr gepflanzt wor­den! 50.000 Bäu­me, das sind über 5,5 Hekt­ar neu­er Wald — und das ist, zuge­ge­ben, ein wirk­lich gro­ßer Bro­cken! Und wis­sen Sie was? … 139 Unter­neh­men und 934 Ein­zel­per­so­nen haben ihren Bau­stein hin­zu­ge­fügt, um sich um den Zustand der pol­ni­schen Wäl­der zu küm­mern!” Mehr hier (in pol­nisch): https://posadzimy.pl/ … ( Pos­ad­zi­my ist eine Orga­ni­sa­ti­on, die Pflan­ak­tio­nen durch­führt — vom Antrag bis zur Doku­men­ta­ti­on.” Quel­le, maschi­nell übersetzt

Die Waldsituaion in Polen ist aber von einigen Besonderheiten gerpägt.

Polen Tag des Baumes

▶ Foto­gra­fisch immer wie­der beliebt und daher viel­fach zu fin­den sind die gebo­ge­ne Fich­ten in Polen. “Ende der 1930er Jah­re, … pflanz­te man 400 Kie­fern, von denen heu­te auf cir­ca 1,7 ha noch um die 100 Indi­vi­du­en erhal­ten sind. “Prof. Dr. Zahner geht — ganz wis­sen­schaft­lich — von mensch­li­chem Ein­wir­ken aus: „Ich den­ke es ist plau­si­bler, dass die­se Krüm­mung gezielt von Men­schen pro­du­ziert wur­de. Wenn man einem Baum die Ter­mi­nal­knos­pe, also den Wip­fel­trieb, ent­fernt, über­nimmt ein Sei­ten­trieb die Füh­rung. Man nennt das im Fach­jar­gon Api­kal­do­mi­nanz. Es gibt sogar ein Insekt, den Kie­fern­post­horn­trieb­wick­ler, der ein ganz ähn­li­ches Bild pro­du­ziert, aller­dings nicht so boden­nah und nicht im gesam­ten Bestand.“” Quel­le (PS: Der Wald liegt nahe der bran­den­bur­gi­schen Gren­ze, Höhe Prenz­lau. Hier die goog­le-map Koor­di­na­ten.)

Einer, wenn nicht der letzte Urwald Europas ist der Białowieża-Nationalpark in Polen

Polen Tag des Baumes
Biało­wieża-Natio­nal­park. Foto: pixabay — mkoziol

▶ Ca. 1500 Qua­drat­ki­lo­me­tern gross, an der pol­nisch-weiß­rus­si­schen Gren­ze lei­gend. Hier lebt auch in frei­er Wild­bahn noch der Wisent, Euro­pas größ­tes Land­säu­ge­tier, das andern­orts schon fast aus­ge­stor­ben ist. “Wer sich für Wäl­der und Natur inter­es­siert wird die­sen Aus­flug nicht bereu­en. Man braucht zwar einen Gui­de und ein Ticket um den Wald betre­ten zu kön­nen, doch bringt das den Vor­teil eine Men­ge über den Wald und sei­ne Bewoh­ner zu ler­nen. Wer viel Zeit und mehr Geld hat kann den Wald auch kom­plett durch­que­ren, die 3–6h Tour ist “nur” eine Run­de am Rand. …” Quel­le. Der Park liegt weit im Osten, ca. 800 km von Ber­lin ent­fernt. Hier die gogg­le-map-Daten.

▶ Es gibt auch ande­re (klei­ne­re) Urwäl­der in Euro­pa, hier ein Bei­trag daz­zu: https://www.fti.de/blog/reise-news/aus-aller-welt/urwald-europa/

Baum des Jahres in Polen:

▶ Seit über 10 Jah­ren gibt es in Polen einen Wett­be­werb zum Baum des Jah­res. Die­ser ist Teil des Euro­päi­schen Wett­be­werbs zum Baum des Jah­res, bei dem beson­de­re Ein­zel­bäu­me mit Geschichte(n) gesucht wer­den. Im dies­jäh­ri­gen pol­ni­schen Wett­be­werb wur­de eine ca. 180 Jah­re alte, über 22 Meter hohe Stiel­ei­che auf den ers­ten Platz gewählt (ca. 5.700 Stim­men), 16 Fina­lis­ten, 40 Ein­rei­chun­gen. Sie steht im “Park im. ks. bp. Mich­ała Kle­pac­za”, (hier die goog­le-map-Adres­se) in der zen­tral pol­ni­schen Stadt Łódź (Lodz). Bil­der des Bau­mes hier