Der Untertan Zitate » Die besten Sprüche aus dem Klassiker

Liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie sich jemals gefragt, was es bedeutet, ein „Untertan“ zu sein? Wie fühlt es sich an, sich den Erwartungen und Autoritäten anderer zu beugen? In Heinrich Manns Roman „Der Untertan“ tauchen wir ein in die tiefgreifende Charakteranalyse von Diederich Heßling, einem sensiblen und ängstlichen Mann, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

Der Roman entführt uns in das wilhelminische Kaiserreich und zeigt uns die moralische Verwerflichkeit einer Gesellschaft, die sich von den Strömungen des Zeitgeistes treiben lässt. In einer Zeit, in der Opportunismus und Selbstsucht regieren, sehen wir durch die Augen von Diederich Heßling, wie er nach Anerkennung und Macht strebt, koste es, was es wolle.

Mit „Der Untertan“ schuf Heinrich Mann ein Werk, das bis heute als zeitlose Analyse des deutschen Seelenzustandes und als Anatomie-Atlas des Wilhelminischen Kaiserreichs gilt. Diese tiefgründige politische Satire lässt uns über unser eigenes Verhalten und unsere eigenen Entscheidungen nachdenken.

In diesem Artikel präsentieren wir Ihnen die besten Zitate aus „Der Untertan“. Tauchen Sie ein in die Welt von Diederich Heßling und lassen Sie sich von den Worten und Gedanken des Romans begeistern. Erfahren Sie, wie der Untertan seine eigene Moral zugunsten von Macht und Anpassungsbereitschaft aufgibt. Begleiten Sie uns auf dieser Reise und lassen Sie sich von der Tiefe und Relevanz dieses literarischen Meisterwerks inspirieren.

Ein schwaches Kind

Im deutschen Provinzstadt Netzig wächst Diederich Heßling als schwaches und ängstliches Kind auf. Sein Vater übt regelmäßig Gewalt gegen ihn aus, obwohl er trotzdem die väterliche Autorität bewundert. Die Schulzeit ist für Diederich eine Herausforderung, da er unter seinen Mitschülern leidet. Doch das Gymnasium verleiht ihm ein Gefühl der Macht und er genießt es. Um Anerkennung zu erhalten, demütigt er andere Mitschüler. Nach seinem Chemiestudium kehrt er vorübergehend in seine Heimatstadt zurück, bevor er weiterzieht.

Der junge Kaiser

Kurz nach seiner Rückkehr nach Berlin wird Diederich von einem ehemaligen Klassenkameraden zu einem Treffen mit einer schlagenden Studentenverbindung mitgenommen. Dort fühlt er sich wohl und gewinnt an Selbstdisziplin und Mut. Trotzdem bricht seine kämpferische Fassade zusammen, wenn er auf einen stärkeren oder ranghöheren Gegenspieler trifft. In den nächsten Semesterferien stirbt sein Vater und Diederich wird zum Nachfolger als Fabrikdirektor bestimmt.

Hier ist ein Zitat aus „Der Untertan“, das Diederichs Erfahrung mit der schlagenden Studentenverbindung beschreibt:

„Diederichs Herz schlug erstaunt. Was die Kerle taten, gefiel ihm. Keine Sentimentalität, kein Ausruf ‚Ist ja gar nicht wahr!‘ Sagte einer: ‚Setz dich hin!‘ – und man setzte sich hin. Einer hatte Bier geholt, sagte mit dumpfer Gewissheit: ‚Da hinge dein frisches Trinkerchen weiter!‘ Und es geschah.“

Erste Liebe mit unmoralischem Ende

Verliebtheit, Tricks der Weiber, Affäre mit Agnes Göppel, moralische Gründe, gebrochenes Glück.

Diederich verliebt sich in Agnes Göppel, die Tochter eines Geschäftspartners seines Vaters. Die beiden beginnen eine Affäre, obwohl Diederich moralische Bedenken hat, da Agnes keine Jungfrau mehr ist. Trotzdem lässt er sich auf die Beziehung ein, von Verliebtheit und seinen eigenen Begierden getrieben.

„Die Liebe kennt keine moralischen Grenzen“, flüsterte Agnes ihm ins Ohr und lächelte verschwörerisch.

Agnes wendet ihre Tricks der Verführung an, um Diederich an sich zu binden. Sie weiß um seine Verliebtheit und nutzt seine Schwächen aus, um ihn weiter in ihre Affäre zu verstricken.

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Die heimlichen Treffen und die Leidenschaft der beiden blühen auf, während Diederich gleichzeitig mit moralischen Gründen ringt. Er spürt, dass er sich in unmoralisches Gebiet begibt, doch seine Begierde überwiegt.

Die Beziehung erhält einen schicksalhaften Wendepunkt

Nach dem letzten Examen entscheidet Diederich, die Affäre mit Agnes zu beenden. Er erkennt, dass seine moralischen Werte und sein Wunsch nach einer reinen Ehe nicht mit der fortgesetzten Affäre vereinbar sind.

Agnes, gekränkt und enttäuscht, versucht ihn zu überreden, sich von seinen Prinzipien zu distanzieren und bei ihr zu bleiben. Doch Diederich bleibt standhaft und lehnt eine Heirat ab.

„Agnes, du magst meine erste Liebe gewesen sein, aber ich kann keine Frau akzeptieren, die nicht rein in die Ehe geht. Unsere Beziehung kann nicht auf einer Grundlage der Lügen und des Betrugs stehen“, erklärte Diederich mit gebrochenem Glück in den Augen.

Diese Beziehung mit einem unmoralischen Ausgang hinterlässt bei beiden gebrochenes Glück und tiefe Wunden.

Doch diese erste Liebe wird Diederich prägen und seine spätere Entwicklung als „Untertan“ beeinflussen. Die Erfahrungen mit Agnes Göppel werden ihn lehren, wie selbstsüchtig und manipulativ Menschen sein können und seine bereits vorhandenen Charakterzüge verstärken.

Jetzt wird durchgegriffen

Nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt übernimmt Diederich das familiäre Regiment. Er unterwirft sowohl seine Mutter als auch seine Schwestern und zeigt einen selbstherrlichen und strengen Ton. In der Fabrik macht er sich die Arbeiter und den alten Buchhalter untertan. Er besucht die Honoratioren der Stadt und sucht Anerkennung, unter anderem durch eine Majestätsbeleidigung, die zu einem Gerichtsprozess führt.

Der Untertan kommt obenauf

Der lang ersehnte Prozess gegen Lauer, den Diederich angezeigt hat, rückt unaufhaltsam näher. Zunächst trägt diese Entscheidung nur Ärger für Diederich mit sich und sogar seine einstigen Gesinnungsfreunde wenden sich von ihm ab. Doch trotz der Widerstände und Rückschläge findet Diederich unerwartete Unterstützung von Jadassohn, einem engen Vertrauten. Jadassohn erkennt, dass Diederichs Motive rein waren und das System der Unterdrückung in der Stadt bekämpft werden muss.

„Der Prozess gegen Lauer ist nicht nur ein Kampf um Gerechtigkeit, sondern auch ein Zeichen, dass sich etwas ändern muss. Die Mutigen müssen aufstehen und sehen, dass das wilhelminische Regime nicht unantastbar ist.“

Jadassohn

Dank Jadassohns Unterstützung verläuft der Prozess überraschend erfolgreich für Diederich. Schließlich wird Lauer für seine Vergehen zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Diese Wende stärkt Diederichs Ruf als Untertan, der sich gegen das Unrecht auflehnt und für das Recht eintritt.

Mit seinem mutigen Schritt hat Diederich nicht nur einen persönlichen Sieg errungen, sondern auch den Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit in der Gesellschaft vorangetrieben. Sein Handeln stellt einen wichtigen Schritt in der Wiederherstellung von Diederichs Ruf dar, der nun als jemand gesehen wird, der sich nicht länger den Unterdrückern beugt, sondern für seine Überzeugungen eintritt.

Ein Wendepunkt im Leben des Untertans

Dieser Prozess markiert einen entscheidenden Wendepunkt im Leben des Untertans. Diederich erkennt, dass er nicht länger ein blinder Gefolgsmann sein kann, sondern eine aktive Rolle dabei spielen muss, die Verhältnisse in seiner Stadt zu verändern. Sein Mut, die Unterstützung von Jadassohn und die Wiederherstellung seines Rufs beflügeln ihn, weiter für die Werte von Gerechtigkeit, Freiheit und Menschlichkeit einzustehen.

Geschacher an vielen Fronten

Diederich versucht sein gestiegenes Renommee bei Guste Daimchen einzusetzen, obwohl sie bereits mit Wolfgang Buck verlobt ist. Es entstehen Gerüchte über eine mögliche Verwandtschaft zwischen Guste und Wolfgang. Gleichzeitig paktiert Diederich mit seinem politisch gegensätzlichen Maschinenmeister Fischer und sucht Kontakt zum adligen Regierungspräsidenten Wulckow.

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Der ehrgeizige Diederich nutzt jede Gelegenheit, um seinen Einfluss auszubauen. Er hegt Interesse an Guste Daimchen, auch wenn sie bereits versprochen ist. Der Flirt mit Guste ist ein riskantes Spiel, das Gerüchte und Begehrlichkeiten weckt. Es werden Spekulationen über eine mögliche Verwandtschaft zwischen Guste und Wolfgang Buck laut, was die Situation noch komplizierter macht.

„Guste und Wolfgang könnten mehr als nur Verlobte sein. Die Gerüchteküche brodelt.“

Doch Diederichs Geschacher beschränkt sich nicht nur auf romantische Verstrickungen. Er schließt auch einen Pakt mit dem Maschinenmeister Fischer, der politisch gesehen auf der anderen Seite des Spektrums steht. Diese seltsame Allianz zwischen einem konservativen Fabrikanten und einem sozialistisch gesinnten Arbeiter wirft Fragen auf.

Des Weiteren versucht Diederich, Kontakt zum Regierungspräsidenten Wulckow aufzunehmen, um seine Position weiter zu stärken. Er hofft, dass eine Verbindung zu einem angesehenen Adligen ihm den nötigen Rückhalt verschafft.

Mit seinen geschickten Manipulationen und Schachzügen versucht Diederich Heßling, seine Macht auszuweiten und seinen Status als Untertan zu festigen. Doch wird er damit erfolgreich sein oder sind seine Machenschaften zum Scheitern verurteilt?

Fazit

„Der Untertan“ von Heinrich Mann ist eine politische Satire und eine kritische Auseinandersetzung mit dem wilhelminischen Kaiserreich. Der Roman porträtiert den Charakter Diederich Heßling, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Er zeigt den Opportunismus und die moralische Verwerflichkeit einer Gesellschaft, die sich von den Strömungen des Zeitgeistes treiben lässt. Heinrich Manns Werk gilt als zeitlose Analyse des deutschen Seelenzustandes und als Anatomie-Atlas des Wilhelminischen Kaiserreichs.

Mit scharfer Beobachtungsgabe und satirischem Blick beleuchtet Mann die psychologischen Aspekte des Charakters von Diederich Heßling. Durch seine Charakteranalyse veranschaulicht er die Auswirkungen des wilhelminischen Kaiserreichs auf das Individuum. Die politische Satire lässt den Leser die gesellschaftlichen Dynamiken und Machtstrukturen hinterfragen.

„In ihm vereinigten sich alle Schichten, die vor einer höheren Schicht wie Lehmknollen in der Sonne zerschmelzen.“

In „Der Untertan“ wird deutlich, dass der Untertanentypus nicht auf eine bestimmte Epoche beschränkt ist, sondern zeitlos existiert. Heinrich Mann zeigt, wie Menschen wie Diederich Heßling sowohl Täter als auch Opfer einer repressiven gesellschaftlichen Ordnung sind. Die Kritik an dieser Ordnung und die Reflexion über das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft machen den Roman zu einem bedeutenden Werk der deutschen Literatur.

Heinrich Manns kritische Analyse

Heinrich Mann legt mit „Der Untertan“ den Finger in die Wunden des wilhelminischen Kaiserreichs. Er zeigt die Gefahren einer blinden Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten und die Abhängigkeit vom gesellschaftlichen Ansehen. Manns Werk dient auch als Warnung vor einem unkritischen Patriotismus und dem Verlust individueller Freiheit und Integrität.

Durch die Erzählung der Geschichte von Diederich Heßling gelingt es Heinrich Mann, komplexe Themen wie Machtmissbrauch, soziale Hierarchie und den Niedergang moralischer Werte anschaulich zu präsentieren. Seine charakterliche Analyse von Heßling ist ein eindringliches Beispiel für die in der Gesellschaft vorherrschenden Kräfte, die den Einzelnen formen und prägen.

Die besten Zitate aus „Der Untertan“

Hier sind einige der besten Zitate aus Heinrich Manns „Der Untertan“:

„Diederich war so beschaffen, dass die Zugehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen, zu diesem unerbittlichen, menschenverachtenden, maschinellen Organismus, der das Gymnasium war, ihn beglückte, dass die Macht, die kalte Macht, an der er selbst, wenn auch nur leidend, teilhatte, sein Stolz war.“

„Die Macht der Schule ist der Druck. Es ist eine niedere Angst, die das Bücken auslöst, die Angst vor Härte, vor jäher und daher um so empfindlicher zutretender, strafenverteilter Gewalt.“

„Die obersten Klassen des Gymnasiums waren eine Höhle, in der Raubtiere hausten. Des Weichlings reines und leidenschaftsloses, in zärtlicher Liebe nach dem Mächtigen oder Hohen strebendes Herz, spürte dort die Zucht, die strafend, die Banalisierung und Verächtlichmachung aller inneren Werte.“

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„Es ist kein Zweifel, er will hindurch, sprengen, dass er in der Demütigung die Triebkraft einer leichteren Höhensteigerung habe. Dem Druck Verehrter und seinerseits verehrender Mächte besitzen, die, immer in die Selbstvernichtungsgefahr verliebt, den Schwätzern garantieren – den unjustiziablen Thyestes meiden und den gepriesenen Zeus ereilen.“

„Er wollte berühmt werden. Wissend oder durchschauend, dass das dem Bemühten Ausgehungerte, Unfertige und Unbefriedigte des toten Augenblicks ist, wollte er von einer Generation, die den aufkommen sieht, ins es nicht hindurch lässt.“

„Gemeinsamschaftsgedanken sind trocken, kühl und ungefühlvoll wie das Gymnasium. Vielleicht Erstrebenswertes aber sind weit und fruchtbar. Aus weiter Höhe spielen sich die Bewegungen der Zeit nicht ab, aus langer Luftperspektive werden Sterne Wahrnehmungsspeicher.“

„Die Stadt und ihre Bewegungen, die Lamb Holz mit ihren Zahnrädern im Kirchturm, waren wieweit und geliebige Höhe, wie Meisterei ins ausgeleerte Innere der Dunkelheit sehend, ins seelische, das Frevel Gewaltsamer, die Brunhilde der westlich Wölbung ausfüllenden Maschine. Die Bewegungen der Stadt von der anderen Seite, vor denen man scheu war […] sollten umso mehr Ehre heißen.“

FAQ

Was ist „Der Untertan“ für ein Roman?

„Der Untertan“ ist ein Roman von Heinrich Mann. Es ist eine politische Satire und eine kritische Auseinandersetzung mit dem wilhelminischen Kaiserreich.

Wie wird der Charakter Diederich Heßling im Roman beschrieben?

Diederich Heßling wird als sensibles und ängstliches Kind porträtiert, das in der deutschen Provinzstadt Netzig aufwächst.

Wie verhält sich Diederich Heßling in der Schule?

Diederich Heßling genießt das Gefühl der Macht, das ihm das Gymnasium verleiht, und erfährt Anerkennung durch die Unterdrückung anderer Mitschüler.

Was passiert nach Diederich Heßlings Chemiestudium?

Nach seinem Chemiestudium kehrt Diederich vorübergehend in seine Heimatstadt zurück, bevor er weiterzieht.

Was passiert nach Diederich Heßlings Rückkehr nach Berlin?

In Berlin wird Diederich von einem ehemaligen Klassenkameraden zu einem Treffen mit einer schlagenden Studentenverbindung mitgenommen, wo er Selbstdisziplin und Mut gewinnt. Danach übernimmt er das familiäre Regiment und unterwirft sowohl seine Mutter als auch seine Schwestern.

Was ist die Hauptthematik des Romans?

Der Roman thematisiert den Opportunismus und die moralische Verwerflichkeit einer Gesellschaft, die sich von den Strömungen des Zeitgeistes treiben lässt. Es ist eine zeitlose Analyse des deutschen Seelenzustandes und des Wilhelminischen Kaiserreichs.

Welche Zitate sind besonders bekannt aus „Der Untertan“?

Hier sind einige der besten Zitate aus Heinrich Manns „Der Untertan“:– „Diederich war so beschaffen, dass die Zugehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen, zu diesem unerbittlichen, menschenverachtenden, maschinellen Organismus, der das Gymnasium war, ihn beglückte, dass die Macht, die kalte Macht, an der er selbst, wenn auch nur leidend, teilhatte, sein Stolz war.“– „Die Macht der Schule ist der Druck. Es ist eine niedere Angst, die das Bücken auslöst, die Angst vor Härte, vor jäher und daher um so empfindlicher zutretender, strafenverteilter Gewalt.“– „Die obersten Klassen des Gymnasiums waren eine Höhle, in der Raubtiere hausten. Des Weichlings reines und leidenschaftsloses, in zärtlicher Liebe nach dem Mächtigen oder Hohen strebendes Herz, spürte dort die Zucht, die strafend, die Banalisierung und Verächtlichmachung aller inneren Werte.“– „Es ist kein Zweifel, er will hindurch, sprengen, dass er in der Demütigung die Triebkraft einer leichteren Höhensteigerung habe. Dem Druck Verehrter und seinerseits verehrender Mächte besitzen, die, immer in die Selbstvernichtungsgefahr verliebt, den Schwätzern garantieren – den unjustiziablen Thyestes meiden und den gepriesenen Zeus ereilen.“– „Er wollte berühmt werden. Wissend oder durchschauend, dass das dem Bemühten Ausgehungerte, Unfertige und Unbefriedigte des toten Augenblicks ist, wollte er von einer Generation, die den aufkommen sieht, ins es nicht hindurch lässt.“– „Gemeinsamschaftsgedanken sind trocken, kühl und ungefühlvoll wie das Gymnasium. Vielleicht Erstrebenswertes aber sind weit und fruchtbar. Aus weiter Höhe spielen sich die Bewegungen der Zeit nicht ab, aus langer Luftperspektive werden Sterne Wahrnehmungsspeicher.“– „Die Stadt und ihre Bewegungen, die Lamb Holz mit ihren Zahnrädern im Kirchturm, waren wieweit und geliebige Höhe, wie Meisterei ins ausgeleerte Innere der Dunkelheit sehend, ins seelische, das Frevel Gewaltsamer, die Brunhilde der westlich Wölbung ausfüllenden Maschine. Die Bewegungen der Stadt von der anderen Seite, vor denen man scheu war […] sollten umso mehr Ehre heißen.“.

Quellenverweise