Auf den Spuren der Inka – Warum sich eine Reise nach Peru lohnt

Peru ist den meisten sicher wegen den Anden, den Inkas und Lamas ein Begriff. Insbesondere unter Backpackern genießt das Land als Reiseziel einen guten Ruf, denn die Szenerien sind atemberaubend und die Menschen für ihre Gastlichkeit bekannt.

Als drittgrößtes Land in Südamerika bietet Peru viele potentiell spannende Reiseziele. Geografisch wird Peru in drei Regionen unterteilt:

  • Die Costa (Küste)
  • Die Sierra (Berge)
  • Die Selva (Regenwald)

Jede dieser Regionen bietet ein unterschiedliches Reiseerlebnis und mehrere Ziele, die eine Reise wert sind.

Die Costa

Das peruanische Tiefland an der Küste ist mit etwa zehn Prozent Fläche der kleinste der drei Bereiche im Land. Viele der größten Städte des Landes lassen sich hier finden. Viele der Küstenregionen sind sehr trocken, außer in El Niño-Jahren. Durch die in diesen Zeiträumen extremen Regenfälle blühen die Landschaften in den Folgejahren meistens auf. Die vielen Flussläufe der Region ermöglichen schon seit 10.000 Jahren Landwirtschaft.

Lima – Die Klippenstadt am Pazifik

Lima – Die Klippenstadt am Pazifik

Mit seinen zehn Millionen Einwohnern ist Lima die größte Pazifikstadt in Südamerika. Zwischen den regenreichen Nordregionen und der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste, war Lima dank des Flusses Río Rímac schon lange dicht besiedelt. Daher ist Lima eine Stadt der Widersprüche. Moderne Gebäude treffen auf koloniale Gebäude wie den Regierungspalast und die Kathedrale von Lima, aber auch auf ältere Kultstätten wie Huaca Pucllana, eine Lehmpyramide im Stadtzentrum. Während manche Viertel von Armut geprägt sind, sind Viertel wie Miraflores so etwas wie das Beverlie Hills Perus. Der Strand unterhalb der Steilklippen die, die Stadt vom Meer trennt, ist perfekt zum Sonnenbaden geeignet und ein Paradies für Surfer.

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Nasca – Geheinissvolle Tierfiguren in der Wüste

Mitten in den südlichen Wüsten liegt die Stadt Nasca. Berühmt wurde diese Stadt als Anlaufpunkt für Touristen die, die Nasca Linien besuchen wollten. Diese riesigen in den Boden gescharrten Linien galten lange Zeit als Kanalsystem oder Wegmarken, als allerdings die ersten Flugzeuge über die Regionen flogen, erkannte man schnell die außergewöhnlichen Formen der Linien. Verschiedenste Mensch- und Tierfiguren wurden hier in den Boden gekratzt. Figuren wie der Kolibri von Nasca sind seitdem weltberühmt. Neben diesen Linien findet man dort auch die mit 609 Metern höchste Düne der Welt oder den Mumienfriedhof Chauchilla.

Die Sierra

Die Berglandschaft von Peru wird von den Anden dominiert. Diese Region ist mit 30 Prozent der Fläche eine wirklich beeindruckende Naturlandschaft. Gewaltige Canyons durchbrechen die Bergketten der Anden und die Hochebenen. Mit dem Zug können von Lima aus der Titicacasee und Cusco erreicht werden.

Titicacasee

Titicacasee

Der Titicacasee ist der höchste See der Welt, welcher kommerziell schiffbar ist. Er ist nicht nur der größte Trinkwasserspeicher Südamerikas, sondern gleichzeitig auch dank 25 Abflüssen Lebensspender für die Region. Bootstouren auf traditionellen Holzbooten sind bei vielen Touristen beliebt. Ebenso wie der Fisch, der direkt nach dem Fang auf den Märkten zubereitet wird, insbesondere das Fischgericht Ceviche, welches das Nationalgericht Perus ist.

Das Heilige Tal

In der Nähe der ehemaligen Inkahauptstadt Cusco liegt das heilige Tal. Neben verschlafenen Andendörfern in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ist hier auch das Sehnsuchtsziel vieler Touristen aus aller Welt zu finden, Machu Picchu. Diese gut erhaltene Ruinenstadt in den Bergen zählt zu den neuen Weltwundern. Die in Terrassen angelegte Stadt erlaubt einen herrlichen Blick auf die Berggipfel und Täler der Region. Im heiligen Tal ist auch der Besuch einer indigenen Gemeinde möglich. Speziell Gemeinden rund um die Region Cusco werden von Einheimischen bewohnt, welche ihre Traditionen und Kultur gerne teilen. 

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Die Selva

Mehr als die Hälfte Perus, ist aber von dichtem Urwald bedeckt. Regen- und Nebelwälder bestimmen dieses Gebiet. Es ist deshalb auch das am wenigsten besiedelte Gebiet Perus. Die beiden Amazonaszuflüsse Ucayali und Marañón sind die Lebensadern dieses Gebiets.

Nationalparks

Mehrere Nationalparks wie der Manu-Park oder der Tambopata-Park sind für den abenteuerlustigen Touristen eine Reise wert. Egal ob eine Urwaldwanderung oder Wildwasserrafting, ob eine Übernachtung in einer der Lodges oder eine Flusskreuzfahrt, die Möglichkeiten die verschiedenen Nationalparks zu bereisen sind mehr als vielfältig. Die Naturbeobachtung ist in einem Regenwald gebiet mit so hoher Biodiversität natürlich ein Highlight. Neben der überwältigenden Vielfalt der Flora lockt auch die Fauna mit mehr als tausend Schmetterlingsarten und vielen Papageienarten wie den Aras.

Wer sich nach Peru aufmacht, kann also einiges erleben, egal ob Costa, Sierra oder Selva. Wichtig ist aber, sich vor dem Urlaub, insbesondere wenn es in den Regenwald geht, bei dem Hausarzt über Impfungen zu erkundigen.

Ebenfalls wichtig ist die Reisezeit, grundsätzlich gibt es in Peru zwei Jahreszeiten. Die eine ist die Winterzeit zwischen April und September in der große Trockenheit herrscht, die Küstenregionen aber eher kalt ist. Die andere ist die Sommerzeit, in der allerdings auch Regenzeit ist, Urlaub in der Sierra oder der Selva ist in dieser Zeit nicht zu empfehlen.

Wichtig ist aber zu beachten, dass der Beginn der Jahreszeiten wie überall nicht in Stein gemeißelt ist, und die Sommerzeit ab und an auch bis Juni dauern kann.