28. Dezember: Kein Welttag. Früher bei Christen das „Fest der unschuldigen Kinder“.

Peter Paul Rubens Massacre of the Innocents
Peter Paul Rubens [Public domain], via Wikimedia Commons. Die zus. amerikanische Lizenz für dieses Bild hier.
An diesem Tag  stand bei christlichen Kirchen das Gedenken an die in Betlehem nach dem Bericht des Matthäus-evangeliums (2, 16) auf Geheiß von König Herodes ermordeten Kinder im Mittelpunkt.

Im Evangelischen Gottesdienstbuch ist er als besonderer Gedenktag der Kirche verzeichnet.  .. Das „Fest der unschuldigen Kinder“ differiert heute in den verschiedenen Konfessionen (27., 28. oder auch 1. Dezember).

“ … Dass es einen solchen Kindermord tatsächlich gegeben hat, halten Historiker heute für außerordentlich unwahrscheinlich. … Vom Matthäusevangelium abgesehen, gibt es im ganzen Neuen Testament nicht den geringsten Hinweis auf den in Rede stehenden Kindermord. Und ebenso wenig wird er in außerbiblischen Quellen erwähnt, auch nicht in den ausführlichen Darstellungen über Herodes …“ (Quelle & mehr)

Die Reformation schaffte  dieses „Fest der unschuldigen Kinder“ ab, in den meisten katholischen Gegenden Deutschlands starb er im 18. Jahrhundert aus. Allerdings hält sich bis heute in Teilen Österreichs der Brauch, Kinder an diesem Tag die Erlaubnis zu erteilen, den Erwachsenen durch Rutenschläge Glück und Gesundheit fürs kommende Jahr zu wünschen;…  Im Jahr 689/90 wurde das Festum puerorum auf dem 6. Konzil von Konstantinopel verboten, weil sich dieses Fest der Kinder mit einem „Narrenfest“ verbunden hatte, das möglicherweise in der Tradition orientalischer Narrenkönige, römischer Saturnalien und eventuell auch keltischer Tiervermummung stand.  .. In Spanien und Teilen Lateinamerikas hat er sich dagegen bis heute gehalten. Dort ist der Día de los Santos Inocentes der Anlass, seine Mitmenschen zu veräppeln, wie man es in Deutschland, Frankreich, Italien und in den angelsächsischen Ländern am 1. April zu tun pflegt. (Quelle: wikipedia)