20. Oktober: Kein Welttag aber früher einmal der WeltDienstTag. Heute nicht mehr

WeltDienstTag
Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Der WeltDienstTag geht auf die Initiative von Martin Herrbruck zurück, der in den 1990er Jahren für die Eine-Welt-Arbeit in Ostdeutschland des Lutherischen Weltbundes, dem weltweiten Zusammenschluss der lutherischen Kirchen, zuständig war. Er lud einmal im Jahr …

die Eine-Welt-Interessierten der Kirchengemeinden zum Dank und als Ermutigung für ihr Engagement zu einem Begegnungs- und Studientag ein. Der Name „WeltDienstTag“ leitet sich dabei vom lutherischen Begriff für die Eine-Welt-Arbeit, dem Weltdienst, ab.

Über den damaligen Weltdiensttag gibt es kaum Internetquellen, aber z.B. ein Referat das dort gehalten wurde: „Jenseits von Kapital und Staat. Thesen zur Aktualität der Utopie.  Helmut Thielen, zur Zeit Gastprofessor für Philosophie im brasilianischen Campo Grande, begründet in 26 Thesen die Aktualität der Utopie nach dem Ende des Realsozialismus und angesichts der permanenten Krise des globalisierten Kapitalismus. .. Der Text gibt ein Referat wieder, das am Weltdienst-Tag des Lutherischen Weltbundes und des Franzkanischen Bildungswerkes in Berlin am 26. Oktober 1996 vorgetragen und für die Neuen Wege erweitert und überarbeitet wurde.“ Referat hier

Der letzte Weltdienstag wurde scheinbar in 2007 in Berlin von u.a. dem Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes, begangen. Quelle

Heute scheint niemand diesen Tag zu gestalten. Die Seite dazu (http://www.weltdiensttag.de/) ist nicht erreichbar und das evang. Jugendwerk Weltdienst erwähnt – trotz vielfältiger Aktivitäten – den Tag auch nicht.

Buchtipp zum WeltDienstTag :

Wir haben geholfen.: 60 Jahre Diakonie Katastrophenhilfe Die Autoren haben in einer spannenden Reportage die 6 Jahrzehnte mit ihren Herausforderungen an uns alle zusammengefasst. Ein starkes Plädoyer für mehr Solidarität.. 14,90 / gebr. 3,68